Tischtennis Aktuell

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Hier die Verlinkungen zu den drei Ligen in denen wir 2019/2020 aufschlagen – so kann jeder sofort und laufend alle Infos über unsere Team-Aufstellungen, Ergebnisse, den aktuellen Tabellenstand  usw. bekommen…

 Tabellen der aktuellen Spielzeit 2019/20  
 1. Mannschaft - Bezirksklasse
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 2. Mannschaft - 1. Kreisliga
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 3. Mannschaft - 3. Kreisklasse
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Wir spielen und feiern ambitioniert. Trotz unseres Ehrgeizes am Tisch stehen Fairness und der Spaß am Spiel und am sportlich-geselligen Zusammensein klar im Vordergrund des Abteilungslebens.
Wir nehmen in der Saison 2019/2020 bei den Herren mit zwei Sechser-Mannschaften an den Matches in der Verbandsrunde teil (Bezirksklasse, 1. Kreisliga) sowie einer Vierer-Mannschaft in der 3.Kreisklasse.
Dies ist angesichts unserer kleinen Sparte wie jedes Jahr personell äußert ambitioniert, so dass uns neue Mitglieder, Interessierte oder Gastspieler stets herzlich willkommen sind.
Zur zusätzlichen Motivation: Unser Trainer Thomas Marschall steht als lizenzierte Fachkraft für niveauvolle Übungseinheiten und er ist in der Lage, die Akteure in fast jeder Alters- und Spielklasse noch ein Stückchen in Richtung Zenit voranzubringen. Mit anderen Worten: Unser Trainingsangebot richtet sich keineswegs nur an unsere Leistungsträger, sondern ganz im Sinne unserer sportlichen Gemeinschaft an sämtliche Mitglieder der Abteilung.

Wir freuen uns auf Euch!

 

 

„Es muss ein paar Leute geben, die es machen“


Mit Achim Donner wissen die TT-Spieler ein ganz besonderes Vereins-Mitglied in ihren Reihen

 

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Achim Donner, auch im Training immer emsig, eifrig bei der Sache...

 

Wenn es in der Halle ruhiger wird, sich das Tischtennis-Training dem Ende neigt, die ersten Tische abgebaut und im Vorraum die ersten Pilsener geöffnet werden, dann setzt Achim Donner mitunter ein verschmitztes Lächeln auf. Trinkt ruhig euer Bierchen, mag es bedeuten, ihr habt es auch verdient - und außerdem nützt es dem Verein, sofern ihr die Flaschen nicht von zuhause mitgebracht habt! Ja, der große Durst spült so manchen Euro in die TVS-Kasse, was unser Achim mit Wohlwollen registriert. Schließlich ist er als Finanz-Vorstand des Turnvereins 1875 Seckbach ein ganz besonderes Mitglied in unseren Reihen. „Es muss eben ein paar Leute geben, die es machen. Das ist die Voraussetzung, wenn es im Gesamtverein laufen soll“, erklärt der 55-Jährige sein spezielles, gewissermaßen übergeordnetes ehrenamtliches Engagement.

Seine gefürchteten Vorhand-Topspins, seine verbesserten Aufschlagvarianten und Rückhand-Schnittbälle und sein ureigenster Schachtruf „mosch“, wenn es mal ganz eng oder besonders wichtig ist im Match, illustrieren die Seite des Normalo-Mitgliedes, das vom Spaß an der Bewegung und am gemeinsamen Schwitzen am grünen Tisch mit den kleinen Netzen motiviert wird. Doch wenn Achim vor dem Training montags und freitags zunächst ein halbes Stündchen oder gar ein ganzes in der Geschäftsstelle zubringt und „wohl wieder TVS-Aktien an- oder verkauft“, wie mitunter gewitzelt wird, dann spiegelt sich in diesen Bürostunden die andere, spezielle, besondere Seite des Finanz-Vorstandes. Dann werden Rechnungen beglichen, Honorare an Übungsleiter überwiesen und Mahnungen an Beitrags-Säumlinge geschrieben. „Das ist eher der kleinere Teil der Arbeit“, berichtet Achim Donner. „Der Großteil wird zuhause erledigt, wenn alles vorbereit werden muss.“

Und selbstverständlich wirft der Finanz-Chef auch immer mal einen Blick auf die Kartei der um die 1000er Marke schwankenden Mitglieder. Für Zahlen und Statistiken hat der promovierte Soziologe und qualifizierte Buchhalter seit je ein Faible. Eine der wesentlichen Voraussetzungen dafür, dass er sich nicht gleich taub stellte, als Angelika Runge, seine Vorgängerin „an der Hauptkasse“, immer wieder bei ihm insistierte. „Wir sehen uns ja regelmäßig am Freitag bei der Rückengymnastik. Da hat sie immer und immer wieder gebohrt, bis ich weich geworden bin“, erinnert Achim Donner an die Vorgeschichte, ehe er das Ehrenamt zunächst kommissarisch übernahm und nun schon im insgesamt sechsten Jahr die Finanzen des Gesamtvereins verantwortet. Womit er in der neuen Geschichte des Vereins zusammen mit Oldie Kurt Sämann inzwischen zu den Konstanten in der TVS-Führungsriege gehört. Achims rückengymnastische Übungen erwiesen sich somit als ebenso großer Glücksfall wie sein Wechsel vom TTC Nieder-Eschbach zum TVS im Jahre 2007.

Seit 1976 hatten es ihm in seinem Ur-Verein, dem er noch heute angehört, die kleinen Zelluloidbälle angetan. Mit den Eschbachern wirbelte der Lese- und Literaturfreund schon in der Bezirksklasse, lange bevor eine Mannschaft aus Seckbach dort aufkreuzte. Im sportlichen Wettbewerb und mit der Teilnahme an sommerlichen Trainings-Camps wurden seine Bande und Kontakte zur TVS-Sparte von Saison zu Saison enger. Als seine alte Mannschaft zerfiel und kaum noch jemand ins Training kam, war Achim Donners Wechsel in den Frankfurter Osten eine logische Folge. Noch dazu, als er sein Zuhause seinerzeit längst nach Bornheim verlegt hatte. „Die Turngemeinde war allerdings nie eine Option für mich. Bei den Seckbacher Tischspielern, das wusste ich, gab es nette Leute und ich hatte einen kurzen Weg dahin.“

In der neuen sportlichen Heimat zunächst fast eine Dekade in der ersten Mannschaft aktiv, erlebte er mit dem Aufstieg in die Bezirks-Oberliga und einigen Spielzeiten in der Bezirksliga auf Anhieb besonders glänzende Zeiten mit. Seit rund vier Jahren nun gehört er in der zweiten Mannschaft zu den verlässlichen, konstanten Leistungsträgern und Pointern. Von ihm, gemeinsam mit Ivo Milic im vorderen Paarkreuz, im Zusammenwirken mit den Team-Kollegen Karsten Linke, Andreas Müller, Daniel Trosch und Renato Lugarov wird in der bevorstehenden Saison einmal mehr nicht unwesentlich abhängen, ob die Mission Klassenerhalt in der Kreisliga wiederum gelingt.

Dasselbe Klassenziel gilt für unser Aushängeschild TVS 1 mit Roman Ulbrich, Matthias Heidenwag, Tayfun und Taylan Karaca sowie Roberto Fabian und Patrick Adam in der Bezirksklasse. Nicht zu vergessen unsere dritte Mannschaft, die mit Wolfram Sauer, Stephan Friedrich, Torsten Schulz, Eduard Lasowski und Gerd Emmel in der dritten Kreisklasse aufschlägt. Allen drei Teams toi, toi, toi für die neue Saison 2019/2020 – ganz speziell und persönlich natürlich auch unserem obersten Kassenwart und Finanzvorstand Achim Donner und den von ihm verantworteten Finanzen des Gesamtvereins!

Andreas Müller,
August 2019

 

 

 Chapeau, Hut ab, Bravo!

Von einer Fata Morgana und einem besonderen sportlichen Erlebnis in Schaafheim

Die gleich dreifache Respektbekundung ist nach der abgelaufenen Saison 2018/19für die Tischtennisspieler des TV Seckbach mehr als angezeigt. Allen voran für unsere erste Mannschaft!  Nur hauchzart verfehlte das Sextett, in der Bezirksklasse zunächst nur auf den Klassenerhalt bedacht, den Aufstieg in die Bezirksliga und somit den ganz großen Coup. Im ersten der in Schaafheim nahe Groß-Umstadt ausgetragenen Relegationsspiele unterlagen die Seckbacher Blau-Gelb Groß-Gerau nach epischem Match knappst möglich mit 7:9. Die anschließende 5:9 Niederlage gegen den haushohen Favoriten und Bezirksligisten Makkabi Frankfurt, der unter allen Umständ den Abstieg vermeiden wollte, war desgleichen höchst ehrenvoll und verdiente alle Achtung für den Underdog aus dem Frankfurter Osten.

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Vor allem unsere Spitzenleute Roman Ulbrich, Matthias Heidenwag und Tayfun Karaca stellten gegen bärenstarke Kontrahenten eindrucksvoll unter Beweis, dass diese Drei eine Liga höher mehr als konkurrenzfähig wären. Ebenso streckten sich beim Saison-Finale Patrick Adam – der sich gegen Groß-Gerau leider verletzte -, Taylan Karaca und Roberto Fabian sowie die Ersatzspieler Andreas Müller und Achim Donner nach Kräften. Doch am Ende fehlten vor den Augen der mitgereisten Fans aus der zweiten Mannschaft ein paar wenige Punkte zur ganz großen Überraschung.

Unterlegen, trotzdem stolz und mit erhobenen Häuptern

Trotz allem, geknickt, mit hängenden Köpfen oder gar verärgert verließ niemand der Seckbacher den Ort des Geschehens, sondern im Gegenteil erhobenen Hauptes wie vermutlich wie nur wenige von all den „Verlierer“ aus den anderen Relegationsgruppen, denen an diesem Tag die Tür zur Bezirksliga verwehrt blieb. Was bei den TVS-Akteuren nach mehr als sieben Stunden reiner Spielzeit überwog, war das Erlebnis, nach Ewigkeiten überhaupt  wieder einmal dabei gewesen zu sein bei diesem Event  in Hessens Tischtennis-Bezirk Süd, nicht zuletzt einiges von der Atmosphäre geschnuppert zu haben, die doch um mehrere Nuancen angespannter, emotionaler, hemmender oder motivierender, in jedem Fall aufregender war als in einem normalen Ligaspiel.

An den zehn Nebentischen, in den anderen Boxen, auf der Zuschauertribüne, überall in der Schaafheimer Halle und praktisch den ganzen Tag über war dieses spezielle Relegationsflair zu spüren und zu beobachten.  Ein Erlebnis eben, das dem Seckbach-Sextett in über die reguläre Saison hindurch wie ein Trugbild vorschwebte. Nach grandioser Vorrunde mit Händen zu greifen, nach unerwarteten Rückschlägen fast entschwunden, nach einer entscheidenden Niederlage am vorletzten Spieltag gegen Mitbewerber in Zeilsheim schier unerreichbar, nach einem famosen Sieg über den Klassen-Besten aus Hausen am letzten Spieltag glänzend wieder empor getaucht und signalisierend: Als Zweiter unserer Bezirksklasse-Gruppe dürfen wir an der Relegation teilnehmen! Kein Trugbild, keine Fata Morgana mehr, stattdessen erhoffte Wirklichkeit!

„Unter Wert“ als Gütesiegel

Über dem Glückwunsch an unser sportliches Aushängeschild zur prächtigen Figur in der 9.000-Seelen-Gemeinde Schaafheim sowie über die abgelaufene Spielzeit in Frankfurt hinweg sollen die Leistungen der anderen Teams freilich nicht vergessen werden. Die Platzierung etwa der zweiten Mannschaft, die mit zahlreichen Aushilfen für die Erste oft genug den eigenen Erfolg hintanstellte. Vor diesem Hintergrund ist Rang sechs in der Kreisliga für das Team mit Karsten Linke, Andreas Müller, Daniel Trosch, Achim Donner, Ivo Milic und Renato Lugarov weit mehr als eine souveräne Platzierung im Mittelfeld. Es ist angesichts steter Schwächungen eine Bilanz „unter Wert“, das Ergebnis einer Mannschaft, die – falls über längere Strecken komplett am Tisch – weitaus mehr an Potential mitbringt, als es das Abschluss-Klassement aussagt. Abgerundet wird dies sonnige Fazit von einem dritten Platz der dritten Mannschaft in der zweiten Kreisklasse – nur ein Pünktchen hinter dem Zweiten. Auch dies mit einem Bittertropfen, dieweil Stefan Friedrich und Wolfram Sauer, neben Tobias Cremer, Torsten Schulz, Eduard Lasowski und Gerd Emmel die Stammspieler, gewissermaßen pausenlos in der zweiten Mannschaft aushelfen mussten. Beide fehlten ihrem eigenen Team somit oft genug, ja, mitunter mussten wegen Personalmangels sogar Spiele abgesagt werden, so dass ebenfalls für die Dritte und ihren Saisonabschluss das Gütesiegel „unter Wert“ angemessen scheint.

Gut möglich, dass es noch weitere, treffendere Formeln gibt, die abgelaufene Spielzeit knapp zusammenzufassen. Bei einer großen Abteilungs-Grillparty im Juni oder August in Ivo Milic´ Garten wird reichlich Gelegenheit sein, darüber teamübergreifend zu debattieren und zugleich Weichen in Richtung 2019/20 zu stellen. Bei Rostbratwurst, Steaks und mineralhaltigen Getränken dürfte es teamübergreifend jedenfalls herzlich wenig bis gar nichts zu meckern geben – und stattdessen sehr viel zu begießen …

Andreas Müller
Mai 2019

 

 

Heidenwag´scher Konter

Gelungene TT-Vereinsmeisterschaften im Zeichen der doppelten Zwölf

Der Konter von Matthias Heidenwag folgte prompt. Der Seriensieger der vergangenen Jahre, im Vorjahresfinale bei den Vereinsmeisterschaften ausnahmsweise einmal unterlegen, krönte sich umgehend wieder zum „König der Sparte“. Bei den diesjährigen Meisterschaften revanchierte sich Matthias Heidenwag für den letztjährigen Fauxpas und ging gegen Titelverteidiger Roman Ulbrich diesmal als Sieger vom Tisch. Über Bronze und den Ehrenplatz hinter unseren beiden Top-Spielern durften sich Tayfun Karaca und Daniel Trosch freuen. Nicht genug mit dem Einzel-Sieg, auch bei den Doppeln schlug der neue Champion erfolgreich zu und gewann die Konkurrenz an der Seite von Achim Donner. Die „Vize“-Meisterschaft bei den Doppelpaarungen, die im bewährten Verfahren „Setzen und Losen“ gebildet wurden, errang die Kombination Roman Ulbrich/Torsten Schulz. Platz drei belegte das Duo Ivo Milic/Andreas Müller.

Insgesamt waren sowohl im Einzel zwölf Akteure am Start als auch in der Doppel-Konkurrenz, was nach Adam Ries bei den Duos ein Sechser-Feld bedeutete. Zwar erscheinen diese Zahlen auf den ersten Blick eher so, als ob sie auf der Lesetafel des Optikers im unteren Bereich stehen müssten. Bei näherer Betrachtung aber erscheinen diese beiden Zwölfen recht groß, denn bei momentan lediglich 19 Aktiven in der TT-Sparte stehen sie für fast zwei Drittel und mithin eine Beteiligung von mehr als 60 Prozent. Eine recht ansehnliche Quote also, über die sich jede Wahlkommission sicherlich freuen würde. Bemerkenswert ist diese Resonanz überdies, weil sie beim traditionellen Kürprogramm in der Restauration „Wolffhardt“ anschließend keineswegs an Größe einbüßte, sondern jedermann vor Augen und Ohren führte, dass allen Teilnehmern nicht nur am sportlichen Wettkampf gelegen war, sondern mindestens ebenso sehr am geselligen Miteinander, am gemeinsamen Aus- und Gläserklang. Das Fazit fällt darum leicht: Die TT-Vereinsmeisterschaften 2019 dürfen als rundum gelungen in die Annalen eingehen!

14 Sieger VM TVS 2019

Vereinsmeister Matthias Heidewag (mit Pokal), der Zweitplatzierte Roman Ulbrich (links daneben),
sowie die beiden Dritten Tayfun Karaca (rechts außen) und Daniel Trosch (links außen)


19 Aktive, drei Sextetts und deren wundersame Liga-Leistungen

Ein Werturteil, das vielleicht sogar für die komplette Saison 2018/19 gelten könnte. Nach rund zwei Dritteln im Ligabetrieb sieht es schwer danach aus. Die erste Mannschaft in der starken, ausgeglichenen Frankfurter Gruppe in der Bezirksklasse hat das Abstiegsgespenst längst vertrieben, ja darf sich zu ihrer eigenen Überraschung und der der Konkurrenz sogar Hoffnungen auf Platz zwei und damit eine Teilnahme an der Relegation zum Aufstieg in die Bezirksliga machen. Wenngleich das nur gelingen kann, wenn Niederlagen, wie sie den Rückrundenstart eintrübten, bis zum Saisonende die Ausnahme bleiben und nicht zur Regel werden.

Geradezu blendend stehen ebenfalls die anderen beiden Teams da. Die zweite Mannschaft als Aufsteiger kann in der Kreisliga mit zehn Punkten Abstand zur Gefahrenzone  bei noch sechs ausstehenden Partien das Klassenziel nur noch mathematisch- hypothetisch-theoretisch verfehlen. Und unsere mit Tobias Cremer schwer verstärkte dritte Mannschaft der Routiniers hält in der zweiten Kreisklasse auf einem beachtlichen zweiten Platz mit Relegations-Potential.

Der Pferdefuß bei alldem ist die stets angespannte Personalsituation. Bei insgesamt nur 19 Spielern für drei Sechser-Mannschaften ist die Decke extrem dünn. Vor allem immer dann, wenn es Ersatz-Spieler bedarf und es an solchen Tagen zu aller Überfluss auch noch Parallelspiele gibt. Sage und schreibe mussten Akteure aus der „Dritten“ bislang 18 Mal in der „Zweiten“ aushelfen und die Sportfreunde aus „Zweiten“ gar 21 Mal in der „Ersten“. Fast einem sportlichen Wunder kommt es daher gleich, dass alle drei Seckbacher TT-Sextetts in ihren Ligen derart gut platziert sind. Zu erklären ist dies einesteils mit der ausgeprägten und Team übergreifenden Bereitschaft, in die Bresche zu springen, und andernteils mit sportlicher Qualität – sowohl der Stammkräfte (so sie denn da und einsatzfähig sind) als auch der „Springer“, die nicht nur nominell Lücken schließen, sondern die regelmäßig ihr Schärflein zur Punkt-Ausbeute beitragen.

Andreas Müller
Februar 2019

 

 „Allein durch die Gegend rennen, das wäre mir nichts“

Jubilar Gerd Emmel und seine grandiosen sieben sportlichen Jahrzehnte beim TV Seckbach

Seine Mutter hatte Klein-Gerd zum Turnverein Seckbach mitgenommen, just nachdem die Familie im Jahre 1948 aus Bornheim in den benachbarten Stadtteil umgezogen war. Frau Emmel entschied sich fürs Frauen-Turnen, ihr siebenjähriger Bub turnte fortan bei den Kindern mit. „Sie hat mich einfach angemeldet. Ich habe an diesem Jubiläum gar keinen so großen Anteil“, sagt der längst ausgewachsene Gerd mit seinen noch immer fast 1,90 Meter Länge, nachdem er für sagenhafte sieben Jahrzehnten als Mitglied in seinem Turnverein geehrt wurde. Es klingt allzu bescheiden, ganz so, als ob für dieses seltene Jubiläum allein das Meldedatum verantwortlich wäre. Oder waren es nicht doch all die tausende von Stunden, welche der Jubilar vorzugsweise am Hand- und Tischtennis-Ball zubrachte und bei sportlichen Vergleichen auf ungezählten Sportplätzen und in zig Sportallen in und um Frankfurt sowie im ganzen Rhein-Main-Gebiet. Von klein schon an beschlich ihn dieses untrügliche Gefühl: In einer Mannschaft fühle ich mich wohl, dies ist genau das rechte für mich. „Einzelsportarten sind nichts für mich. Allein durch die Gegend rennen, das wäre mir nichts“, lautet sein Credo, das sich wie der berühmte rote Faden durch Gerd Emmels sportliche Laufbahn zieht.

Groß gewachsen, entdeckte er als Teenager schnell sein Talent und seine Passion fürs Handballspiel. Zunächst noch auf dem Hartplatzauf der heutigen Bezirkssportanlage mit dem „Fußballformat“ von zehn Feldspielern und einem Torwart. Die Hatz übers große, weite Feld kostete an Puste und Kondition reichlich, und das bei jedem Wetter. Gerd Emmel, auf dem Großfeld als Linksaußen auf Torejagd, blieb auch begeistert dabei, als Mitte der 60er Jahre der Trend immer mehr zum wetterunabhängigen Handballspiel unterm Dach ging. Wobei die Seckbacher bei diesem Umbruch ohne regelkonformes Quartier dastanden. Geübt wurde im neuen Format mit sechs Feldspielern und einem Torwart zumeist auf dem Hof vor der Turnhalle – „wenn keine Autos dastanden“ – oder drinnen eher provisorisch. Nur einzelne Spielzüge oder Torwürfe oder taktische Varianten, mehr ließen die beengten Verhältnisse nicht zu. An ein echtes Spiel war in Seckbach nicht zu denken, dieses Vergnügen fand ausschließlich auswärts statt, etwa in geeigneten Hallen in Sachsenhausen, in der Wintersporthalle im früheren Waldstation oder in Bad Homburg.

Altersgerechter Wechsel vom größeren zum kleinen Ball

Noch bis Anfang der 90er Jahre glänzte der baumlange Offensivmann, der die gegnerische Abwehr vom Kreis und ebenso aus der Distanz des Rückraums zu überwinden verstand, die letzten Jahre sogar gemeinsam im selben Team mit Sohnemann Ralph Emmel. Dann zwickte und zwackte es immer mehr, eine Hüft-OP leistete ihr Übriges, so dass Vater Gerd – und im Sog auch der heute 48 Jahre alte Emmel-Junior – sich dem wesentlich kleineren Tischtennisball zuwandten. „Damit hatte ich schon als Kind begonnen und dann entdeckte ich das als schönen Ausgleich wieder. Zumal ich auch einige aus der Sparte kannte und kein Fremder war“, erinnert sich der 77-Jährige, der längst als „Dienstältester“ in der TT-Abteilung gilt. Nicht nur, dass er noch immer in der zweiten Kreisklasse und regelmäßig an den Trainingsabenden den Schläger auspackt und zum Beispiel mit alten Weggefährten wie Werner Schweitzer oder Klaus Schade die Bällchen übers Netz spielt. Regelmäßig tritt er ebenfalls bei den Vereinsmeisterschaften oder beim Kegeln als versierter Protokollant auf. Eine kleine Referenz an seine frühere Tätigkeit als Verwaltungsfachmann bei der Stadt Frankfurt, davon lange Jahre im regionalen Rechenzentrum in Niederrad beschäftigt.

„Die Jahre summieren sich, ohne dass man es merkt. Es war immer okay, weil auch das Persönliche untereinander immer gepasst hat“, resümiert Gerd Emmel seine außergewöhnlich lange und aktive Zeit im selben Sportverein. Wie stark und tief die Wurzeln geraten sind, verrät auch dies. Seine beiden Enkelsöhne sind inzwischen ebenfalls mit Spaß am TT-Tisch unterwegs und zu seinen Alt-Handballern pflegt Urgestein Gerd noch immer allerbeste Kontakte. Vornehmlich beim monatlichen Handballer-Stammtisch in der Restauration „Wolffhardt“. Das sei schon seit jeher das Vereinslokal der Handballer im Stadtteil gewesen. „Der frühere Inhaber Wolffhardt hat ja selber bei uns mitgespielt“, erklärt Gerd Emmel diese geradezu natürlich Beziehung von Sport und Gastronomie und verrät: Noch einige mehr aus seiner Generation und vom Stammtisch sind auf dem Sprung, um sich für 70 Jahre im Turnverein Seckbach hochleben zu lassen.

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Andreas Müller
Dezember 2018

 

Nach zwölf Jahren wieder gemeinsam am Tisch

Wie die Brüder Taylan und Tayfun Karaca bei der TT-Sparte für Höhenflüge sorgen


So gut sind die drei Herren-Teams der TVS-Tischtennis-Sparte seit gefühlten Urzeiten nicht in eine Saison gestartet. Das erste Sextett in der Bezirksklasse nach acht Spieltagen auf Platz zwei, desgleichen auf dem Vize-Rang die dritte Mannschaft in der zweiten Kreisklasse. Und die zweite Mannschaft als Aufsteiger in der Kreisliga mit einem starken sechsten Platz schon fast aller Abstiegssorgen ledig. Eine solch großartige Zwischenbilanz nach der Devise „wo Seckbach ist, ist oben“ kommt angesichts der immer dichter und damit stärker werdenden Frankfurter Ligen einer faustdicken Überraschung gleich. Andererseits hat der ungeahnte sportliche Höhenflug sehr reale Gründe, die wesentlich mit der Buchstabenkombination Karaca zusammenhängen und der Erkenntnis, wie zwei Verstärkungen vehementen Einfluss aufs Gesamtgefüge nehmen können.

Taylan und Tayfun Karaca

links Taylan Karaca, rechts Tayfun Karaca…

Die beiden Brüder, die gewissermaßen wie aus dem Nichts in die Halle am Schießrain fanden, gleichen für die kleine TT-Sparte einem größeren Lottogewinn. Zunächst hatte unter der Saison 2017/18 Tayfun Karaca angeklopft, der Freundin wegen nach Seckbach fand. Seit dem Sommer nun schwingt ebenso dessen sechs Jahre älterer Bruder Taylan bei uns den Schläger. Bis 2006 hatten beide Karacas gemeinsam in der Bezirksliga im südhessischen Groß-Zimmern im selben Team gespielt und als Rechts-Linkshänder-Doppel auch im Duett eine hervorragende Figur abgegeben. Anschließend, vor allem den beruflichen Wegen der Jugend geschuldet, hatten sie ihre Tischtennis-Karriere beendet – um nun nach zwölf Jahren just beim TV Seckbach mit dem kleinen weißen Ball wieder zueinander zu finden.


„Das vergangene halbe Jahr hatte mich mein Bruder ziemlich bearbeitet und mit Erfolg überredet. Immer wieder hatte er mir gesagt, dass in der Abteilung personell Not am Mann ist“, skizziert der 32-jährige Taylan die Vorgeschichte für sein Comeback. Zunächst nur als eine Art „Fata Morgana“ und mithin mehr als theoretische Option am Horizont für die zweite Mannschaft gemeldet, entpuppte er sich seit August in der Praxis als der vielleicht trainingsfleißigste Spieler überhaupt und als ein Akteur, der bislang bei keinem Match fehlte. „Ich war nach so langer Unterbrechung gut eingerostet“, berichtet der gelernte Drucker. „Wenn man so lange ausgesetzt hat, dann sind Ballgefühl und Beweglichkeit verloren gegangen. Damit muss man erst mal klarkommen.“ Muskelkater und selbst ein Muskelfaserriss mit zweiwöchiger Pause waren auf dem Weg zum Neustart für ihn kein Hindernis. Der wiedergewonnene Spaß am geliebten Tischtennis-Sport, die ersten gelungenen Ballwechsel mit Bruder Tayfun nach so langer Zeit, die ansteigende Formkurve von Woche zu Woche sowie die bereits reichlich gewonnenen Liga-Spiele sowohl in der Kreisliga als auch auf Anhieb in der Bezirksklasse wogen schwerer als alle Schmerzen oder Bedenken, ob die Rückkehr gelingen würde.


Einst als Kind hatte Taylan seine Begabung fürs Tischtennis entdeckt und als Elfjähriger das damals vierjährige Brüderchen Tayfun animiert und motiviert. „Das erste Jahr, bevor er sich beim Verein anmeldete, habe ich ihn trainiert“, erinnert sich der Ältere. Anschließend spielten sich beide über Schüler- und Jugend-Mannschaften bis zu den Herren vor. Zumeist gemeinsam, zumeist in derselben Mannschaft. Mit Ausnahme jener Phase, als der heute 26-jährige Sozialpädagoge Tayfun als Schüler in der Hessenliga agierte.


Nicht mehr fern scheint nun der Tag, da Beide in Seckbach an die alten Zeiten anknüpfen und wieder im selben Team aufschlagen. Schon für die im Januar beginnende Rückrunde 2018/19 scheint dieses Szenario in der Bezirkslasse realistisch. „Wobei das für mich persönlich nicht das Wichtigste ist“, gesteht Taylan. „Wichtig ist vor allem, wieder Spaß zu haben, wieder bisschen zu spielen und mich zu bewegen.“ Und an den Trainings-Abenden sehen sich die Karaca-Brüder ja nun sowieso regelmäßig, ganz gleich, für welches TVS-Sextett sie ihre Siege einfahren.

 

Andreas Müller
November 2018

Mit dem Milic-Matchplan zum „doppelten Aufstieg“

Wie die Saison 2017/2018 für die Tischtennis-Sparte überaus erfolgreich verlaufen konnte


Während die Bremser, Verhinderer und Gegner der großen Leistungssport-Reform in Deutschland immer wieder darauf hinweisen, dass sportlicher Erfolg unmöglich zu planen ist, haben die  Tischtennisspieler des TV Seckbach in der abgelaufenen Saison das Gegenteil bewiesen. Genauer:  Die Männer unserer zweiten Mannschaft, die als Aufsteiger mit einer furiosen Rückrunde nun nochmals eine Etage höher kletterten. Teamchef Ivo Milic hatte das Unterfangen „doppelter Aufstieg“ von Beginn an akribisch vorbereitet und durchgeplant. Beinahe schon legendär seine Liste mit den Spielansetzungen und den Namen der Team-Mitglieder.  An welchen Tagen warten die unangenehmen, schwereren  Kontrahenten? Wann geht es gegen die unmittelbaren Mitbewerber um einen der beiden ersten Plätze in der Klasse mit ihren insgesamt elf Mannschaften? Wann gilt es, unbedingt mit der stärksten Formation anzutreten? Wann können wir es gegen die „Kellerkinder“ vielleicht etwas lockerer angehen lassen? All dies galt es für den engagierten Teamchef zu berücksichtigen, um jeweils die optimale Team-Aufstellung herauszufiltern. Im Klartext bedeutete das mitunter die ungemütliche Ansage: Für wichtige Spiele Urlaubs- und Ausgangssperre! Hier unbedingt in Bestbesetzung antreten! Eine Bitte, energisch formuliert – eine Forderung, nett einladend vorgetragen.

Das fruchtete und animierte durchweg so gut, dass im äußerst engen Aufstiegsrennen nicht einmal die letzte Partie entscheiden musste. Weil sich die Konkurrenz zuvor erfreulicherweise gegenseitig Punkte abknöpfte, stand schon einen Spieltag vor Saisonende fest: Ivo Milic und seine Truppe hatte das erhoffte Ziel erreicht. Sie landete auf Platz zwei (wie übrigens bravourös auch unsere Männer von TVS 3 mit Tobia Cremer, Stephan Friedrich, Torsten Schulz sowie unseren „Oldies“ Eduard  Lasowski und Gerd Emmel in der zweiten Kreisklasse) und darf in der Saison 2018/19 in der Kreisliga aufschlagen. Warum der Plan aufging? Weil es in der Rückrunde nur eine einzige Niederlage gegen den übermächtigen Spitzenreiter gab. Weil sich alle ans Personal-Tableau hielten. Weil die „volle Kapelle“ die Regel statt die Ausnahme darstellte. Weil sämtliche Team-Mitglieder am selben Strick zogen. Mit Achim Donner und Daniel Trosch im vorderen Paarkreuz; mit Ivo Milic und Karsten Linke, der in entscheidenden Spielen die Anreise aus seiner bayrischen Wahlheimat Amberg nicht scheute, in der Mitte; im hinteren Paarkreuz mit Renato Lugarov und Tobias Cremer, der seinen „Vorruhestand“ in der dritten Mannschaft regelmäßig zugunsten starker Auftritte in der Zweiten aufgab – so aufgestellt, waren diese Seckbächer in der Ersten Kreisklasse kaum zu bezwingen. Hinzu kamen die Ersatzleute Wolfram Sauer und Stephan Friedrich, die ihr Quantum zum Saisonerfolg ebenso beitrugen wie in der Vorrunde Torsten Schulz und Eduard Lasowski aus der Dritten sowie Andreas Kümmel, der in der Winterpause den Verein wechselte. Ein gelungenes Zusammenspiel von Vielen also, ein großes Personalpuzzle nach einem ausgefeilten Match-Plan des Teamchefs – so muss dem doppelten Aufsteiger auch vor der neuen Saison mit neuen sportlichen Herausforderungen nicht bange sein.

Kleines sportliches Wunder dank einer Verstärkung und neuer Regel

Matthias Heidenwag indes, der Kapitän des ersten Sextetts, konnte von personellen Planungen, wie ihn die Sportkameraden von TVS 2 vorlebten, nur träumen. Pausenlos mussten Stammspieler ersetzt werden, meldeten sich Akteure für Matches wegen Krankheit, Verletzung oder Urlaub, wegen privater und beruflicher Verpflichtungen ab. Sage und schreibe addierten sich diese Ausfälle über die Saison hinweg auf 26 – bei 22 Spielen, die insgesamt zu bestreiten waren. Was nach Adam Ries bedeutete, dass im statistischen Durchschnitt für jedes Match mindestens ein Ersatzmann vonnöten war, manchmal sogar zwei. Unter diesen Umständen glich es fast einem sportlichen Wunder, dass in der starken, ausgeglichenen Frankfurter Staffel praktisch zu keinem Zeitpunkt etwas von ernsthaften Abstiegssorgen zu bemerken war. In der Schlussabrechnung landete die erste Mannschaft in dem Zwölfer-Feld auf einem beachtlichen, ja starken vierten Rang. Was einerseits auf das beachtliche Potential hinweist, andererseits mit einem Glücksfall zu erklären ist. Dieses kleine sportliche Wunder wäre sicher unmöglich gewesen, hätte zum Ende letzten Jahres nicht aus heiterem Himmel ein Neuer in der Halle gestanden, der anschließend in keinem Spiel der Rückrunde fehlte und sich insbesondere  im mittleren Paarkreuz als „Bank von Seckbach“ erwies. Tayfun Karaca verstärkte die erste Mannschaft mit Roman Ulbrich, Matthias Heidenwag, Patrick Adam, Roberto Fabian und Andreas Müller deutlich. Ein wunderbarer Zugang als Gegengewicht zur mitunter erheblichen Personalnot. Überdies waren mit den „Nachrückern“ aus der zweiten Mannschaft starke Aushilfen am Start und – als hätten sie unsere Situation erahnt – verfügten die Funktionäre des Deutschen Tischtennis-Bundes eine neue Regelung für Ersatzspieler. Statt nur dreimal wie all die Jahre zuvor durften diese nun unbeschränkt aushelfen, ohne ihrer eigenen Mannschaft verloren zu gehen. Nur so war es möglich, dass Ivo Milic zehnmal oder Achim Donner neunmal für TVS 1 mitwirken konnten, ohne die Aufstiegspläne von TVS 2 platzen zu lassen  Merke also: Mitunter fällt den oft gescholtenen Sport-Funktionären durchaus Sinniges ein!


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von links nach rechts: Motivator Tayfun Karaca und die Aufsteiger,
Renato Lugarov, Ivo Milic, Stephan Friedrich sowie Achim Donner                                                                                                                          

Andreas Müller
Juni 2018

 

Roman Ulbrich beendet die Ära Heidenwag


Neue Nummer 1 am TT-Tisch bei den Vereinsmeisterschaften doppelt erfolgreich


Der Graveurmeister an der Hauptwache atmete schwer auf. Nachdem er zuletzt vier Mal in Folge den Namen Matthias Heidenwag als Sieger auf das Namensschildchen unseres adretten Vereinsmeister-Pokals fräste und für die nächsten Jahre auf diesen Schriftzug schon Mengenrabatt anbot, durfte der Graveur diesmal zu einer neuen Buchstabenkombination greifen: Roman Ulbrich hieß der Gewinner der Einzel-Vereinsmeisterschaften anno 2018. Im alljährlichen Kräftemessen unserer Sparte setzte er sich unter insgesamt zwölf Teilnehmern, darunter zwei von den befreundeten Tischtennisspielern aus dem Riederwald, in einem spannenden, hochklassigen Finale just gegen den Seriensieger der jüngeren Vergangenheit durch und vermochte Matthias Heidenwag zu entthronen. Mag sein, dass den neuen Champion dabei ein bisschen zusätzlich motivierte, dass er mit Beginn der Rückrunde unser Sextett in der Bezirksklasse als neue Spitzenspieler in der Meldeliste anführt.           
Ebenfalls in der Zweierkonkurrenz mit einem halben Dutzend teilnehmender Doppel machte unsere neue Nummer 1 eine sehr gute Figur und gab sich keine Blöße. Roman Ulbrich gewann gemeinsam mit Daniel Trosch bei den Duos souverän und ohne Niederlage. Beide verwiesen Roberto Fabian/Ivo Milic und Matthias Heidenwag/Eduard Lasowski auf die Ehrenplätze, der im Einzel Torsten mit Platz drei vorbehalten war. Und natürlich wurden auch diesmal wieder, schon zur schönen Tradition geworden, anschließend in der Restauration „Wolffhardt“  die Wettkämpfe gebührend bis ins Detail ausgewertet und besprochen. Und dabei so mancher Flüssigkeitstank, zuvor vom Schweiß der sportlichen Anstrengung arg strapaziert, wieder aufgeladen.
Eine gute Gelegenheit zudem, um die aktuelle Situation unserer drei Teams im Ligabetrieb zu besprechen. Wobei knapp nach Halbzeit der Rückrunde in der laufenden  Saison 2017/18 auffallend viel Licht auf unsere grünen TT-Tische fällt. Die erste Mannschaft hält in der Bezirksklasse in der äußerst ausgeglichenen Frankfurter Staffel mit zwölf Teams auf einem beachtlichen fünften Platz, hat bei noch ausstehenden fünf Partien allerdings nur fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Ein Sieg müsste also noch her, um das Klassenziel definitiv zu erreichen. Von unserer zweiten Mannshaft  in der ersten Kreisklasse darf bis Ende April sogar noch eine regelrechte Siegessiege erwartet werden. Das Team um Spitzenmann Achim Donner, nun mit Daniel Trosch verstärkt und in wichtigen Matches zudem mit unserem Nachwuchstrainer Tobias Cremer, hat, obwohl Aufsteiger,  ohne Übertreibung das Potential  zum umgehend nochmaligen Höhenflug und den Sprung in die Kreisliga.
Drei Spieltage vor Schluss belegt unser „Zweite“ Rang zwei. Doch insgesamt streiten sich an der Spitze des Feldes fünf Mannschaften, die äußerst dicht beisammen liegen, um zwei direkte Aufstiegsplätze und den dritten, der zumindest  die Teilnahme an der Relegation zulässt. Entsprechend eifrig bemüht und energisch ist Mannschaftsleiter Ivo Milic bei den Personalplanungen, so kurz vor Saisonende keinen Punkt mehr zu verschenken und in den wenigen noch ausstehenden Partien durchweg in möglichst stärkster Formation anzutreten. Gibt es keinen Ausrutscher mehr, dann ist mit dem Zieleinlauf am letzten Spieltag am 27. April, der abermalige „Uffstiech“ drin, wie unser Abteilungsleiter Wolfram Sauer es gern formuliert. Jedenfalls drückt die ganze Abteilung feste alle Daumen!   
Nicht minder gut steht derzeit unsere dritte Mannschaft da. In der dritten Kreisklasse, in der ausschließlich mit Vierer- statt Sechser-Teams gespielt wird, belegt sie den zweiten Platz und vermochte jüngst der TSG Vorwärts als Spitzenreiter die allererste Saisonniederlage beizubringen. Entsprechend sieht es von TVS1 bis TVS 3 durchweg nach einer erfolgreichen, erfreulichen, erbaulichen Gesamt-Saison aus, wenngleich die aktuelle Saison noch bis Ende April läuft. Entsprechend darf die Botschaft fürs Phrasenschwein lauten: Immer schön von Spiel zu Spiel denken und den Bären erst erlegen, wenn das Fell verteilt werden kann. Oder so ähnlich…

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   Andreas Müller 
   März 2018

 

Tayfun Karaca bringt frischen Wind

Ein Neuer mit Klasseformat als Glücksfall für die TT-Sparte und ihre sportlichen Saison-Ziele.

  
Als meteorologische Erscheinungen sind Taifune bekanntlich gefürchtet und nicht eben beliebt. Bei den Tischtennisspielern des TV Seckbach ist das anders. Bei uns steht der Name neuerdings schlichtweg für frischen Wind, denn mit Tayfun Karaca wehte kürzlich völlig unerwartet eine echte sportliche Verstärkung in die Trainingshalle. Der junge Mann aus dem Jahrgang 1991 hatte es als Teenager einmal richtig gelernt, mit dem Schläger und dem kleinen Bällchen umzugehen. Obwohl er nach eigenem Bekunden seither zehn Jahre nicht mehr spielte und sich das Material innerhalb dieser Dekade nicht unwesentlich weiterentwickelte, war sofort zu erkennen: Der Tayfun, der kann´s! Noch einige Wochen fleißigen Übens und ein bisschen Wettkampfpraxis – dann könnte uns der neue Mitstreiter auf Anhieb in der ersten Mannschaft in der Bezirksklasse verstärken. Zumindest ist er umgehend spielberechtigt. 

Welch schöne Überraschung schon einige Wochen, bevor die Überraschungen bekanntlich in jedem Jahr Hochkonjunktur haben. Dieser Glücksfall kommt dem Sextett um unsere Spitzenspieler Roman Ulbrich und Matthias Heidenwag mehr als gelegen, denn nach acht von elf Vorrundenspielen steht TVS 1 mit bislang drei Siegen da. Das ist zwar schon mal etwas auf der Habenseite. Aber in der starken und ausgeglichenen Frankfurter Staffel 6 mit zwölf Mannschaften ist das bis dato gewissermaßen die Mindestausbeute, um zu Saisonende nicht auf einen der drei Abstiegsplätze abzurutschen. Gerade in dieser Situation, in der das Klassenziel weit schwerer zu erreichen sein wird als zuletzt in der Offenbacher Stafel, ist es mehr als glücklich, wenn sich unser sportliches Aushängeschild personell etwas breiter und qualitativ besser aufzustellen vermag. Also Tayfun, herzlich willkommen im Club! 

Während sich TVS 1 in der Spielzeit 2017/18 schwer strecken muss, legte die zweite Mannschaft als Aufsteiger in die Erste Kreisklasse zwei Ligen tiefer eine kesse Sohle hin.  Ja, das Team um Leader Achim Donner wandelt – wie in weit besseren Zeiten der 1. FC Kaiserslautern, der 1998 als Aufsteiger sensationell Meister wurde – sozusagen auf „Pfälzer Spuren“.  Noch Mitte November grüßte die zweite Mannschaft mit Achim Donner, Karsten Linke, Ivo Milic, Renato Lugarov, Wolfram Sauer, Stephan Friedrich und Andreas Kümmel von der Tabellenspitze. Welch starker Saisonauftakt, der schon mal so viel zur Gewissheit werden ließ: Dem neuerlichen Gang in die zweite Kreisklasse, wie er 2016 angetreten werden musste, hat TVS 2 bereits punktetechnisch reichlich vorgebeugt. Falls es diesmal in Richtung einer anderen Liga gehen sollte, dann höchstens und erfreulicherweise aufwärts in die Kreisliga. Soweit ist es noch lange nicht, die Spur indes ist respektabel gelegt. Alle Achtung und Chapeau jedenfalls schon mal für diesen Start nach Maß!

Nicht zu vergessen unsere „Oldies“ in der dritten Mannschaft. Gerd Emmel, Klaus Schade und Eduard Lasowski mischen in der dritten Kreisklasse, wo im Format Vierermannschaften gespielt wird, sicher im vorderen Mittelfeld knapp hinter der Spitze mit. Natürlich auch, weil ebenso Torsten Schulz und Tobias Cremer dazugehören, der nach jahrelanger Wettkampfpause wieder um Punkte und Sätze spielt und über diesen Weg vielleicht dereinst auch mal wieder dort aufschlägt, wo es seinem großen Potential und seinen Fähigkeiten entspricht: Ganz vorn sprich: In der ersten Mannschaft um Roman Ulbrich, Matthias Heidenwag, Patrick Adam, Roberto Fabian, Daniel Trosch und Andreas Müller.


Sie vor allem werden übrigens wieder die Gejagten sein, wenn im Januar die Vereinsmeisterschaften anstehen. Traditionell eines der Saison-Highlights, diesmal mit ganz besonderem Reiz. Neuzugang Tayfun und „Comebacker“ Tobi Cremer könnten das übliche Klassement schwer durcheinanderbringen, falls sie denn mitwirbeln werden. Frischer Wind, wie er uns guttut!


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 Tayfun Karaca

Andreas Müller
November 2017

 

 „Weiße Weste“ am grünen Tisch

TT-Sparte dank eines Triumphzuges und eines dritten Platzes stark wie lange nicht

So ernüchternd und enttäuschend die Bilanz der deutschen Teilnehmer in der Champions League des Fußballs anno 2016/17, so gut spielten sich die Tischtennis-Männer des TVS durch die jüngst beendete Saison – auf breiter Front überzeugend wie lange nicht. Die zweite Mannschaft sorgte mit 18 und noch dazu ausschließlich souveränen Siegen in all ihren18 Matches nachgerade für einen Triumphzug in der Zweiten Kreisklasse. Souveräner hat vermutlich noch nie ein Team den Aufstieg hinbekommen. Folgerichtig landeten von den fast einhundert eingesetzten Spielern in dieser Liga gleich vier Seckbacher in den Top Ten. Allen voran Achim Donner als der Beste im Gesamt-Ranking. Die Nummer 1 musste in der gesamten Spielzeit lediglich über eine einzige Niederlage quittieren, ebenso Ivo Milic (Platz drei), Karsten Linke (Platz vier) und Renato Lugarov (Platz acht) und Wolfram Sauer (Platz 14). Stephan Friedrich und Andreas Kümmel komplettierten den makellosen Durchmarsch. Standesgemäß sind ebenfalls die besten beiden Doppel, namens Donner/Lugarov und Stephan Friedrich/Milic, am Schießrain zuhause. Das Ergebnis mit „weißer Weste“ führte noch einmal vor Augen, wie bedauerlich, ärgerlich und im Grunde genommen vollends unnötig der Abstieg im Jahr zuvor gewesen ist. Dieser „Unfall“ wurde eindrucksvoll vergessen gemacht, so dass TVS 2 in der kommenden Saison 2017/18 wieder dort antreten wird, wo die Mannschaft sportlich in jedem Fall hingehört. Ja, nach den Leistungen in der jüngsten Vergangenheit wird sie auch eine Etage höher für Furore sorgen.


Endlich wieder drei Teams im Liga-Betrieb


Glanz ist nach der abgelaufenen Saison ebenfalls der ersten Mannschaft des TVS zu attestieren, die noch zwei Stockwerke über der Ersten Kreisklasse in der Bezirkslasse siedelt. Eine sportliche Umgebung, in der sich die Spitzenspieler Matthias Heidenwag und Roman Ulbrich sowie Patrick Adam, Roberto Fabian, Andreas Müller und Daniel Trosch bestens aufgehoben fühlen. Nach Rang sechs (2014/15) und Rang fünf (2015/16) beendete das Aushängeschild am grünen Tisch die abgelaufene Saison in der Offenbacher Staffel diesmal auf einem beachtlichen dritten Platz. Ein sehr ansprechendes Ergebnis, das nach durchwachsener Vorrunde dank einer eindrucksvollen Rückserie mit gerade mal zwei Niederlagen gegen die beiden Führenden aus Klein-Krotzenburg und Zellhausen zustande kam. Gegen den Klassen-Primus wurde zwei Mal sogar nur hauchdünn verloren – kein Wunder, dass selbst die Spitzenteams der Seckbacher Streitmacht inzwischen mit großem Respekt begegnen. Keine schlechte Konstellation mit Blick auf die sportliche Zukunft dieses homogenen Sextetts, das, beginnend mit drei starken Doppeln, in jedem Paarkreuz stets ebenso für genügend Einzelsiege gut ist, um den Klassenerhalt auch demnächst ohne Probleme oder Zittereinlagen zu bewerkstelligen. Immer vorausgesetzt freilich, TVS 1 bleibt von personellem Aderlass verschont. Umgekehrt wäre bei nur einer einzigen Verstärkung für diese Mannschaft ihr Sprung in die nächsthöhere Bezirksliga womöglich kein Hexenwerk.

Flankiert wird die überaus erfreuliche TT-Bilanz der abgelaufenen Spielzeit 2016/17 von der Mannschaft TVS 3. Endlich durften unsere Routiniers Gerd Emmel, Eduard Lasowski und Klaus Schade mit einem eigenen Team am Liga-Betrieb teilnehmen. Diesen Wunsch hatte ihnen, aus Mangel an Personal für eine dritte Mannschaft, die kleine TT-Sparte in den letzten Jahren leider mal um mal schweren Herzens abschlagen müssen. Im Achter-Feld der dritten Kreisklasse belegte das Quartett, zu dem ebenfalls Martin Kiefer und Torsten Schulz gehörten, auf Anhieb Platz vier. Weit wichtiger als die Resultate im sportlichen Vergleich war für unsere „Oldies“ jedoch das Erlebnis, wieder eine angemessene sportliche Heimat gefunden zu haben. Steht zu hoffen, dass es weiterhin so bleiben kann. Gar nicht zu reden von Jahrgängen, da im TVS-Trikot regelmäßig sogar vier Mannschaften am Liga-Spielbetrieb teilnahmen.


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(vorne v.l.) Roman Ulbrich, Matthias Heidenwag, Daniel Trosch
(hinten v.l.) Ersatzspieler Renato Lugarov, Roberto Fabian, Andreas Müller
Nicht im Bild ist Stammspieler Patrick Adam...

 

„Salto Rückwärts“ mit Rekord-Resonanz

Bleiben noch die Ergebnisse unsere diesjährigen Vereinsmeisterschaften nachzutragen. Wobei sich die Entscheidung, das Highlight des Jahres nach der versuchsweisen Ausrichtung im Mai wieder auf den angestammten Termin im Januar zu legen, als äußerst glücklich erwiesen hat. Beim „Salto rückwärts“ in Sachen Termin hatten in der Doppel-Konkurrenz, die nach dem Modus „jeder gegen jeden“ Roberto Fabian und Stephan Friedrich gemeinsam für sich entscheiden konnte, insgesamt sechs Duos aufgeschlagen. Noch weitaus mehr Leben in der Halle herrschte im Einzel-Wettbewerb, an dem sich – nicht zuletzt dank unserer Gäste von der SG Riederwald – diesmal anderthalb Dutzend Akteure beteiligten. Eine Rekord-Resonanz, die zur Folge hatte, dass der Zeitplan mit Gruppenphase, Zwischenrunde und Platzierungs-Matches gehörig durcheinander geriet und bei „Wolffhardts“ gleich mehrfach die Tischreservierung fürs gemütliche Kürprogramm nach hinten verschoben werden musste. Am sportlichen Ergebnis indes änderte sich nichts. Einmal mehr nahm Matthias Heidenwag den Pokal mit nach Hause. Im Endspiel behielt der Seriensieger diesmal gegen „Überraschungsfinalist“ Renato Lugarov aus der so erfolgreichen zweiten Mannschaft die Oberhand.
                                                                                                                                                             Andreas Müller
Mai 2017


„Saurus" for President"

Wie die Tischtennis-Sparte zu einem neuen Abteilungsleiter fand

„Saurus" wird der Mann, der seit ein paar Monaten die Abteilung führt, in unseren Reihen mit Spitznamen gerufen. Eine äußerst treffende Bezeichnung für Wolfram Sauer, denn unser neuer Mann an der Spitze ist nicht nur mit seinen beinahe zwei Metern Körpergröße ein Riese, sondern eingedenk seiner nunmehr fast 41 Jahre als Mitglied im Verein ein wahrer „Saurier" der Tischtennis-Sparte. Neben Gerd Emmel ist der 56 Jahre alte Richter und Vorsitzende einer Zivilkammer am Frankfurter Landgericht inder Gilde unserer aktuell rund anderthalb Dutzend Freunde des kleinen Zelluloidballs mit Abstand der Dienstälteste. Als Teenager hatte ihn m Februar 1975 der Weg erstmals an den grünen Sportvereins-Tisch beim TV Seckbach geführt, nachdem Wolfram Sauer zuvor im evangelischen Gemeindehaus Bekanntschaft mit diesem schönen Sport gemacht. Später, als er nicht mehr hier im Stadtteil bei seinen Eltern wohnte, ist er der Seckbacher TT-Gilde stets treu geblieben, egal wie weit entfernt er von der Sporthalle am Schießrain wohnte. Ob aus Bergen-Enkheim, aus dem Nordend, vom Zivildienst aus Oberstedten, ob aus Heddernheim oder wie jetzt aus Bornheim, stets rückte „Saurus" zum Training und zu den Rundenspielen zuverlässig und pünktlich an - ob mit Fahrrad oder Mofa als Jugendlicher oder später mit dem Auto und seit sechs Jahren mit PS-starkem Motorrad - und stellte sich in den Dienst jedweder Mannschaften zwischen Kreisliga und Zweiter Kreisklasse. Nur als junger Vater und Familiengründer hatte er einmal den Schläger für eine Weile nicht allzu oft in die Hand genommen, zwischenzeitlich, höchstens für zwei Jahre.

 

Erkennungszeichen beim Bier: „Uff´n Uffstiech!"

„Tischtennis war und ist für mich immer der große Ausgleichssport und darin liegt für mich die große Motivation", blickt Wolfram Sauer auf seine mehr als vier Dekaden als aktiver Tischtennisspieler zurück. In all den Jahren habe es in der Abteilung „immer nette Leute und ein gutes Klima" gegeben. Jedenfalls keine Notwendigkeit, irgendwo andershin zu wechseln und den Sports-Kameraden in Seckbach adieu zu sagen. Legendär und nicht mehr wegzudenken nach jedem Trainings- oder Wettkampfabend ist der – wohl von ihm selbst kreierte Spruch – beim Bierchen: „Uff´n Uffstiech!" Ein Markenzeichen, das selbst in sportlich weniger erfolgreichen Zeiten, nach Niederlagen und im bittersten Abstiegskampf mit viel Spaß gepflegt wurde. Wenngleich Wolfram nicht verhehlt, dass er in Seckbach sein sportliches Engagement in den Vordergrund stellt, während er die ehrenamtliche Vereinsarbeit im klassischen Sinne seit jeher in der kirchlichen Gemeindearbeit pflegt, etwa als engagiertes Mitglied im Niederurseler Kirchenvorstand, wo er unter anderem soziale Projekte für Kinder in der sogenannten „Dritten Welt" mit betreut und deren Fortgang sogar vor Ort begleitet. Vor diesem Hintergrund hielt er sich mit Funktionen in der TT-Sparte in seinem Sportlerleben bislang meist zurück. Bis auf ein Intermezzo als Abteilungsleiter Anfang der 90 Jahre hielt er sich eher im Hintergrund und gesteht, dass sein jüngstes Comeback als Nachfolger von Daniel Trosch an der Spitze einzig den Umständen geschuldet gewesen ist. „Meine Bereitschaft war aus der Not geboren, weil es keine andere Lösung gab. Mein Herz hängt nicht unbedingt an diesem Part, aber ich habe mich im Sinne der Abteilung bereiterklärt."

Gute Aufgaberverteilung als A und O

Immerhin zeigt diese Personalie in Zeiten, da – und nicht nur in einzelnen Abteilungen - die Suche nach
Vorstandsmitgliedern immer schwieriger zu werden scheint, wie es durchaus funktionieren und pragmatisch geregelt werden kann. Ganz nach der Einsicht, dass, wenn möglichst viele Mitglieder mit anpacken, die Lasten insgesamt leichter (um)verteilt werden können. Diesem Motto verpflichtet, hält unser neuer Abteilungsleiter zwar die Zügel in der Hand und nimmt wichtige Termine beim Gesamtverein wahr, ist ansonsten aber inhaltlich und zeitlich deutlich entlastet. Vornehmlich dank klar definierter Aufgaben für andere Mitglieder der Abteilung, die sich beispielsweise um den Spiel- und Trainingsbetrieb, um einzelne Events wie die Vereinsmeisterschaften und das gesellige Leben abseits vom sportlichen Hobbybetrieb kümmern.
„Anders wäre es bitter und dann hätte ich mich sicher auch nicht bereitgefunden, das Ruder zu übernehmen. Doch wenn alle mitziehen, dann ist das Amt mit relativ wenig Aufwand auszufüllen", lautet die leicht verständliche Lesart des neuen TT-Spartenchefs.
Eine Botschaft sowohl mit Potential zur Nachahmung in ehrenamtlichen Sphären, in denen die personelle Luft ebenfalls dünn ist oder wird, als auch für unsere kleine Gilde selbst.
Wenn es nämlich in dieser Konstellation weiterhin gut läuft, so darf „Saurus" Wort interpretiert werden, ist eine Verlängerung seiner vorerst bis 2017 angelegten Amtszeit durchaus denkbar. Falls es so unkompliziert bleibe und weiterhin gutgehe, wolle er dieses Szenario „zumindest nicht ausschließen".

Andreas Müller

Februar 2016

 

TTTTT und ein Lob zu später Stunde

Vom Prima-Klima im Tischtennis-Training ist nicht nur unser großer Scheucher angetan.

Manches Lob muss man sich hart und ausdauernd und buchstäblich im Schweiße seines Angesichts verdienen. Dafür schmeckt es, nicht für möglich gehalten, überraschend und wie aus heiterem Himmel ausgesprochen, umso süßer.

Ja, es wird nachgerade Ohrwurm, hallt nach, trällert, frohlockt in einem fort. Ein Lob eben, das zur sympathischen kleinen Melodie mutiert.

Just so geschehen am 31. Juli, als unser Trainer Thomas Marschall sich wie jeden Freitag kurz nach 22.30 Uhr von der kleinen TT-Trainingsgruppe verabschiedete – und urplötzlich, im Nachsatz zur üblichen Vorausschau auf den Abend in sieben Tagen, zum denkbar größtmöglichen Kompliment anhob. So viel Elan, Engagement und Mitarbeit bei den Übungen seien wahrlich selten, großartig, vorbildlich, Respekt, Hut ab! Er komme immer wieder gern.

Das ging ja mal runter wie das Bierchen danach. Gefühlt hat es mehr als ein Jahr gedauert, bis wir unseren Trainer soweit überzeugen konnten. Normalerweise ist es ja auch nicht sein Part, Hymnen zu singen, sondern Ansagen zu machen, wo es bei jedem Einzelnen hakt, um das Bällchen, das kommt, möglichst geschickt so behandeln, dass man keinen Fehler begeht, und es wieder übers Netz auf die andere Seite zu bugsieren, dass der Kontrahent hoffentlich in Verlegenheit gerät und unsereinem ärgerlich das Pünktchen überlässt. Und das beginnt schon mit einem guten eigenen Aufschlag, weswegen die allwöchentliche Übungseinheiten stets mit einer runden halben Stunde Aufschlag-Training in verschiedenen Variationen beginnen.

Nicht zu reden von den oft genug nur in Ansätzen oder zumindest nicht ausreichend vorhandenen koordinativen Fähigkeiten, was spätestens bei den etwas komplexeren Übungen am grünen Tisch schnell und schlüssig deutlich wird. Allein zu verstehen, wie diese oder jene Übung auszuführen ist, gleicht einer intellektuellen Herausforderung des schwierigeren Grades. Was wunder, dass eine Studie unter Nachwuchssportlern jüngst zu dem Ergebnis kam, dass es die Akteure im Tischtennis geistig ganz besonders gut drauf haben und Aktive aus - an dieser Stelle vermutlich nicht genannt sein wollenden - anderen Sportartarten schwer in den Schatten stellen.

Kaum zu glauben, wie viele Fehler zwischen im Ablauf der Bewegung vom Haupthaar bis hinunter zu den Fußzehen möglich sind, wie viel und oft der Trainer entsprechend hilfestellend, bemängelnd, verbessernd eingreifen muss. „Ellbogen höher!“, „Den Ball früher treffen!“. „An die Beinarbeit denken!“, so in etwa lauten die zackigen Normansprachen des Trainers und klingen für den Adressaten eher bitter und säuerlich. Als neulich jemand noch einmal den Sinn einer Übung nachfragte, bekam er von Thomas prompt zur Antwort: „Es geht um Laufarbeit und Koordination, also genau das, was Dir fehlt.“ Dies zur zuweilen eher sportlich-rauen Tonart, in der Loblieder in der Regel nicht komponiert sind…

Um keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen. Sowohl der Trainer, von dessen fachlicher Kompetenz wir schnell überzeugt waren, als auch alle, die von ihm gescheucht werden, zumindest in Seckbach, können wunderbar miteinander umgehen und haben längst auch das belebende Elixier des wechselseitigen Humors entdeckt. Man könnte sicher unwidersprochen behaupten, dass sämtliche Beteiligte sich auf die gemeinsamen Einheiten regelrecht freuen, die seit dem 29. Mai ohne Unterlass immer freitags ab 20.30 Uhr in der Vereinshalle am Schießrain stattfinden und zunächst bis zum 4. September vereinbart sind. Zu den Konditionen gehört neben der finanziellen Eigenbeteiligung eines jeden trainingswilligen Spielers auch ein Zuschuss vom Hauptverein, ohne den es nicht funktionieren würde und dessen Part selbstverständlich entsprechend gewürdigt werden soll.

Derart lehrreich, unterhaltsam und intensiv geht es beim „TTTTT“ zu, also dem TT-Training mit Trainer Thomas, dass wir mit Steffi von Rahden sogar eine sofort allseits beliebte Trainingsgefährtin vom DJK Blau-Weiß Lahr begrüßen dürfen.

Seit dem Trainingsstart hatte sie nicht ein einziges Mal gefehlt! Von dem Angebot in Seckbach habe sie über Thomas Marschall erfahren. „Er meinte, dass ich vom Niveau wunderbar in die Truppe passe würde. Zuerst wollte ich mir dieses Systemtraining nur mal anschauen, seitdem gehe ich jeden Freitagabend dorthin“, so unsere seit Ewigkeiten erste und einzige Frau am Tisch.

Warum sie jede Woche einmal aus Offenbach über den Main zu uns nach Seckbach radelt, das kann sie bestens erklären: „Es ist schön zu sehen, dass ich nicht die einzige Tischtennis-Verrückte bin, die die Sommerpause durchtrainiert. Von der Motivation und vom Trainingsfleiß der ´Seckbacher-Männer` bin ich total beeindruckt. Dieser Mix aus guter Laune, Tischtennis pur und das gesellige Miteinander macht das Training zu einem spaßigen Erlebnis. Und bei Thomas lerne ich nie aus. Er gestaltet die Einheiten nicht nur sehr abwechslungsreich, sondern baut zum Beispiel bei Aufschlag und Rückschlag immer wieder Übungen ein, von denen ich zuvor noch nicht viel gehört hatte.“

Andreas Müller
August 2015