Tischtennis Aktuell

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Hier die Verlinkungen zu den zwei Ligen in denen wir 2021/2022 aufschlagen – so kann jeder sofort und laufend alle Infos über unsere Team-Aufstellungen, Ergebnisse, den aktuellen Tabellenstand  usw. bekommen…

Aktuellen Spielzeit 2021/2022  
Zwei TVS-Teams starten in die neue TT-Liga-Saison (unter Vorbehalt)
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 Tabellen der aktuellen Spielzeit 2021/2022  
 1. Mannschaft - Bezirksklasse
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 2. Mannschaft - 1. Kreisliga
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 Wir spielen und feiern ambitioniert. Trotz unseres Ehrgeizes am Tisch stehen Fairness und der Spaß am Spiel und am sportlich-geselligen Zusammensein klar im Vordergrund des Abteilungslebens.
Wir nehmen in der Saison 2020/2021 bei den Herren mit zwei Sechser-Mannschaften in der Bezirksklasse sowie in der 1. Kreisliga in der Verbandsrunde teil.
Wir würden zudem gern wieder eine Vierer-Mannschaft in der 3. Kreisklasse ins Rennen schicken wie zuletzt, wenn noch ein, zwei neue Mitglieder zu uns kämen. Interessierte oder Gastspieler sind in unserer kleinen TT-Sparte jederzeit herzlich willkommen.
Zur zusätzlichen Motivation: Unser Trainer Thomas Marschall steht als lizenzierte Fachkraft für niveauvolle Übungseinheiten und er ist in der Lage, die Akteure in fast jeder Alters- und Spielklasse noch ein Stückchen in Richtung Zenit voranzubringen. Mit anderen Worten: Unser Trainingsangebot an ausgewählten Freitagen richtet sich keineswegs nur an unsere Leistungsträger, sondern ganz im Sinne unserer sportlichen Gemeinschaft an sämtliche Mitglieder der Abteilung.

Wir freuen uns auf Euch!

 

 

Taylan Karaca heißt der neue Titelträger

Die Vereins-Meisterschaften der TT-Sparte sind traditionell weit mehr als nur gepflegter Sport

Was unsere alljährlichen Vereins-Meisterschaften anlangt, ist es, wenn sie nicht gerade einer Pandemie zum Opfer fallen wie 2021, ein bisschen so wie mit Angela Merkel als Kanzlerin und dem FC Bayern München als deutscher Kicker-Meister. Manch einer in der Sparte hat noch gar nicht erlebt oder kann sich nicht daran erinnern, dass jemand anderes den Vereinsmeister-Pokal hochreckte als Matthias Heidenwag oder Roman Ulbrich. Diesmal allerdings ging die Ära unserer beiden Dominatoren zu Ende und nicht nur der Sieger, sondern sämtliche der Erstplatzierten stammten eher aus der „zweiten Reihe“ und traten zumindest für einen Nachmittag aus dem Schatten unserer Spitzenspieler. Was selbstverständlich keine Wachablösung in der sportlichen Hierarchie bedeutet, denn unser spezielles „Bonus- und Vorgabe-System“ garantiert den Underdogs beim Jahres-Highlight immer kleine Vorsprünge, die von den Außenseitern diesmal ausgenutzt und in nicht wenigen knappen Sätzen zum Zünglein an der Waage wurden.

Und so kam es nach der in zwei Fünfer-Gruppen ausgespielten Vorrunde und den beiden Halbfinals zum erstmaligen Endspiel zwischen Taylan Karaca und Ivo Milic. Ein würdiger Showdown, in dem unser schlagkräftiger Linkshänder nach mehr als vier Stunden Turnier-Dauer schlussendlich die Oberhand gegen kroatische Offensivpower behielt und anschließend ehrlich eingestand: viel Länger hätte diese schweißtreibende Arie bei sommerlichen Außentemperaturen nicht dauern dürfen, dann wären dem neuen Champion Taylan mit jedem Ballwechsel die Kräfte vermutlich noch ein wenig mehr geschwunden. Im kleinen Finale um Platz 3 präsentierte sich Rückkehrer Johannes Willkomm in blendender Form, bezwang Andi Müller und signalisierte ganz nebenbei: Mit mir ist in der kommenden Saison auch im Liga-Betrieb schwer zu rechnen.

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Der Zweitplatzierte Ivo Milic, Vereins-Meister Taylan Karaca und „Bronze“-Gewinner Johannes Willkomm (v. l.)  


Insgesamt hatten elf Akteure am 14. Mai den Solo-Wettbewerb aufgenommen und ambitioniert die Kellen geschwungen. Entsprechend groß war der Durst beim geselligen Teil, der traditionell in der Gastwirtschaft „Wolffhardts“ stattfand, wo wir so wunderbar betreut wurden, dass man sich fast wünschte, Vereinsmeisterschaften sollten mindestens einmal pro Woche ausgetragen werden. Zur Schar der Meisterschafts-Teilnehmer stießen an der langen Tafel unterm abendlichen Himmel ein paar weitere Abteilungs-Mitglieder wie Klaus Schade und Patrick Adam, die alters- bzw. verletzungsbedingt eher seltene Gäste sind und sich zur Freude ihrer Sportfreunde beim „Kür-Programm“ dazugesellten. Desgleichen unser Trainer Thomas Marschall, der in launiger Runde zu fortgeschrittener Stunde gleich noch einen „Spitznamen“ abbekam, an den man sich bei künftigen Trainingseinheiten und dann wieder ernsthafteren, konzentrierten Stunden mit ihm am kleinen Ball sicher gern erinnern wird.

Dier Spaß, die Auswertung und teils detaillierteste Nachbereitung von Ballwechseln, all die Plaudereien nach dem sportlichen Kräftemessen, bei denen auch gern mal kleine Spannungen auf sportkameradschaftliche Weise und wie „unter Männern“ aufgelöst werden, dieses Miteinander gehört Jahr für Jahr so selbstverständlich zu unseren Meisterschaften wie der Siegerpokal – und natürlich diese unverwechselbare  „Wolffhardt´sche“ Gastlichkeit in Seckbach, für die wir uns auch an dieser Stelle, nachdem das Tageslicht längst wieder scheint, nochmals herzlich bedanken.

Ebenso traditionell gehört zum Saison-Highlight neben dem sportlichen Vergleich in den Einzeln jeweils eine Doppel-Konkurrenz an, bei der am 9. Mai diesmal insgesamt sechs Duos aufschlugen und nach dem Modus jeder gegen jeden Sieger und Platzierte ermittelten. Auch hier hat sich, um der Spannung und größerer Chancen-Gleichheit willen, unser spezielles „Seckbach-System“ bewährt, indem je nach Leistungszahl den Akteuren aus der „oberen Hälfte“ jene aus der „unteren Hälfte“ zugelost wurden. Ein Vorgang, der immer wieder zu überraschenden, nicht vorhersehbaren Kombinationen führt, der „Losfee“ eine ganz erhebliche Verantwortung überträgt und unserem Doppel-Turnier stets ganz besonderen Charme und sportlichen Reiz verleiht. Am Ende, nach einem Wettbewerb mit reichlich sehr knappen Entscheidungen und vielen Fünf-Satz-Matches, setzten sich Matthias Heidenwag und Daniel Trosch als das beste Duo durch. Beide gewannen ungeschlagen vor den Kombis Taylan Karaca/Roberto Fabian und Tayfun Karaca/Dennis Elfert.

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Endspiel zu vorgerückter Stunde: das Gewinner-Duo Daniel Trosch/Matthias Heidenwag vs. die „Silber“-Kombination Taylan Karaca/Roberto Fabian (v.l.n.r.)

Glückwunsch an alle, die es diesmal als Solist oder mit einem Nebenmann aufs „Treppchen“ schafften – und auf ein Neues 2023!
                                                                                                   

Andreas Müller
Mai 2022

 

 

 

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Frust und Freud

TT-Sparte muss nach Saison-Abbruch Auf- und Abstieg gleichermaßen verkraften

Nach den Worten der zuständigen Funktionäre aus dem Frankfurter Tischtennis-Kreis wie des Staffelleiters scheint der Abstieg unserer zweiten Mannschaft von der Kreisliga in die Erste Kreisklasse zur nächsten Spielzeit 2022/2023 besiegelt. Immer wieder war nach dem wegen Corona vorzeitigem Abbruch der aktuellen Saison einige Hoffnung aufgekeimt, unsere Männer um Kapitän Ivo Milic würden am „grünen Tisch“ den bitteren Abgang noch vermeiden können. Über Monate hinweg war in ihrer Kreisliga-Gruppe mit neun Teams offiziell nicht eingezeichnet, wie viele Absteiger es geben werde. Als die TG 1887 Unterliederbach Ende Oktober ihre dritte Mannschaft zurückzog und in der Liga nur acht Teams verblieben, atmete man in unserer Abteilung hörbar auf. Tenor: Ein weiterer Absteiger stand nun wohl nicht mehr zu befürchten. Dieser Kelch werde am schwer gebeutelten und durch mehrere Langzeit-Verletzungen geschwächten Team TVS 2 jetzt sicher vorbeigehen. Diese Beruhigung wirkte so lange, bis eines Tages die offizielle Tabelle plötzlich wie überraschend „umgeschrieben“ daherkam und der Vorletzte aus Seckbach mit einer roten Markierung als Absteiger versehen war. Bitter zwar, doch auch zu diesem Zeitpunkt noch kein Grund zur Sorge. Es stehe ja noch die Rückrunde aus, so die Überlegungen zu Jahresbeginn, da mit Karsten Linke und Patrick Adam zwei der Leistungsträger eventuell wieder zurückerwartet wurden und dann mit schlagkräftiger, sogar den Spitzenteams der Liga gleichwertiger Besetzung das Feld locker von hinten hätte aufgerollt werden können. Abstieg mit voller Kapelle? Undenkbar, unmöglich.

Leider hat die Pandemie diesen sportlichen Plan zunichte gemacht. Zum zweiten Mal wurde die Saison wegen Corona abgebrochen. Im Unterschied zum Vorjahr jedoch, als der hessische TT-Verband das Stoppschild bereits nach wenigen Spieltagen aufbaute, durfte diesmal die komplette Hinserie durchgespielt werden und wurden daher die Auf- und Abstiegs-Regeln nicht abermals außer Kraft gesetzt wie nach der „Kurzsaison“ 2020/2021. Bitter all dies für unsere zweite Mannschaft, die in ihrer Normalformation mit Ivo Milic, Roberto Fabian, Daniel Trosch, Karsten Linke, Patrick Adam, Neuzugang Dennis Elfert sowie Wolfram Sauer und Stephan Friedrich sogar das Potenzial zum Klassenbesten gehabt hätte. Leider haben solche Theorien keinerlei Einfluss aufs Klassement, das nur festhält, was in den Matches tatsächlich geschah. Die Realität hieß: Pausenlos ersatzgeschwächt oder gar nicht erst vollständig mit sechs Leuten angetreten, immer tapfer gewehrt und alles versucht, doch am Ende mit null Punkten auf der Habenseite. Eine Etage tiefer dürfte TVS 2 der Top-Favorit für den sofortigen Aufstieg sein. Es sei denn, in den nächsten Wochen zieht von den Kreisligisten überraschend noch eine Truppe zurück und tritt auf diese Weise ihren Kreisliga-Platz der Seckbacher TT-Sparte ab …

„Uff´n Uffstiech“ oder: Ohne Relegation direkt in die Bezirksliga

Bedeutet der Beschluss des HTTV, trotz Abbruch nach der Einfach-Runde diesmal wieder Auf- und Abstieg zuzulassen, für unsere zweite Mannschaft viel Frust, so hat die erste Mannschaft diese Nachricht für ihre eigen Klasse mit eher lächelndem Gesicht aufgenommen. Für den Tabellenzweiten in der Gruppe 6 der Bezirkslasse Süd entfallen dank der Verbands-Entscheidung die Relegationsspiele. Der Sprung in die nächsthöhere Spielklasse, der Aufstieg in die Bezirksliga, ist entsprechend ohne „Extrarunde“ schon jetzt sicher und in Tüten gepackt bzw. richtiger: in schlanke und bauchige Flaschen zumeist bräunlicher Färbung, von denen ob der guten Nachricht an den Trainingstagen zuletzt umso lieber und vergnügter der Kronkorken entfernt wurden. Unser traditioneller, eher lakonischer und nicht ganz ernst gemeinter Trinkspruch „Uff´n Uffstiech“ ist endlich wieder einmal wörtlich zu nehmen als Ergebnis einer sehr starken Vorrunde mit acht Siegen und einem Remis im Derby gegen Bergen-Enkheim bei nur einer einzigen Niederlage gegen den Klassen-Primus aus Eschersheim.

Gut möglich, dass sich in dieser sportlichen Bilanz des Teams mit Matthias Heidenwag, Tayfun Karaca, Roman Ulbrich, Taylan Karaca, Achim Donner und Andreas Müller auch ein stückweit die regelmäßigen Übungseinheiten mit Trainer Thomas Marschall widerspiegelt – wobei diese Feststellung im selben Atemzuge ein ganz klein wenig der Relativierung bedarf. Unsere beiden starken Karaca-Brüder als Naturtalente, die für den Aufstieg besonders zuverlässig ihre „Doppel-Punkte“ beisteuerten, haben nämlich – bisher - auf diese Art des systematischen Trainer-Trainings verzichtet. Wer weiß, in welche Gefilde sie sich selbst und unser TVS1-Vorzeige-Sextett ansonsten noch zu führen imstande wären.

Der zunächst erreichte Gipfel heißt Bezirksliga. Klingt ziemlich gut und ist vielleicht auch nützlich im Sinne einer magnetischen Wirkung oder eines attraktiven Lockstoffes, um über die spielfreie Zeit, da die Sonne höher und höher steigt, den einen oder anderen Zugang zu akquirieren und in unserer Turnhalle am Schießrain heimisch zu machen. Mit Roman Ulbrich, unserem Karaca-Duo und Dennis Elfert haben wir im Laufe der letzten Jahre einige wahre Glücksfälle in unseren Reihen begrüßen bzw. im Falle des frischgebackenen Vaters Dennis – herzlichen Glückwunsch Dir und Deiner Frau zum Neuankömmling Robin – nach etwa drei Dekaden Abwesenheit wiederbegrüßen dürfen. So ähnlich verhält es sich nun mit Johannes Willkomm, der nach etwas kürzerer schöpferischer Pause von nur rund zehn Jahren neulich wieder in der Halle aufkreuzte, seine Kelle auspackte, sofort einen Mitgliedsantrag ausfüllte und gleich mit seinen ersten Aufschlägen und Ballwechseln allen zeigte: Praktisch nichts verlernt. Einem Comeback, bis hin zum Liga-Alltag in der kommenden Spielzeit 2022/2023, steht nichts im Wege.

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Andreas Müller

März 2022

 

 

Ganz oben und ganz unten

In der Tischtennis-Sparte schlagen die Amplituden derzeit maximal aus.

Die Konstellation war höchst unbefriedigend, an mehreren Trainingstagen glich der Fußboden in unserer Halle nach dem „Oktoberfest“ einer Eisbahn, so dass selbst gute Sohlen den Gripp verweigerten, der Stand zum Bällchen suboptimal gewesen ist und aus alldem zum Glück keine Verletzungen resultierten. Daraufhin kamen zwei Sportfreunde aus der ersten Mannschaft – in der fälschlichen Annahme, es sei immer noch sehr rutschig, doch ein Team-Mitglied hatte zweimal durchgewischt – zu einem Heimspiel gar nicht erst in die Halle. Mit der Folge, dass gleich drei Stammspieler fehlten, diese von der zweiten Mannschaft kompensiert werden mussten, die ärgerlicherweise am selben Abend ebenfalls ein Spiel zu absolvieren hatte – und ihre Auswärtspartie kurzfristig absagen musste. Unser Spartenleiter Wolfram Sauer hat das „Thema Boden“ inzwischen in schriftlicher Form dem Vorstand nahegebracht, damit sollte es ohne größere Aufregung sein sportliches Bewenden haben.

Das gilt ebenfalls für die Verarbeitung der beiden Niederlagen, denn eine nur „halbe Mannschaft“ hate natürlich im Spitzenspiel gegen Eschersheim beim 2:9 nichts auszurichten und die Zweite durfte am selben Abend, wie skizziert, in Bergen-Enkheim nicht einmal ihre Schläger auspacken. Für TVS 1 war es in der Bezirksklasse die erste Niederlage überhaupt nach zuvor fünf Siegen und „weißer Weste“, für TVS 2 die vierte Pleite infolge – so dass die beiden Teams nach einem Viertel der Saison 2021/22 unterschiedlicher nicht dastehen könnten. In Amplituden, wie sie physikalisch Schwingungen beschreiben, könnte man von einem maximalen Ausschlag nach beiden Richtungen sprechen. Während die Männer um Kapitän Roman Ulbrich, Spitzenmann Matthias Heidenwag, Tayfun und Taylan Karaca sowie Achim Donner und Andreas Müller das Klassement der elf Teams anführen, rangieren in der Kreisliga Kapitän Ivo Milic und seine Mannen im Feld der neun Teams an letzter Stelle. Ein Glück, dass die dritte Mannschaft der Turngemeinde 1887 Unterliederbach jüngst freiwillig das Handtuch warf und somit die Abstiegsfrage bereits entschieden scheint.

Das „Kellerkind“-Dasein der zweiten Mannschaft ist beileibe nicht mangelnder Konkurrenzfähigkeit geschuldet. Ganz im Gegenteil könnten die Seckbacher, sobald das Lazarett sich leert, selbst den Spitzenteams in ihrer Klasse das Fürchten lehren und in der Rückrunde noch Erstaunliches leisten. Freilich nur, wenn die langzeitverletzten Stammspieler Patrick Adam und Karsten Linke an ihre nominellen Positionen vier und fünf zurückkehren und Fabian Roberto, Ivo Milic sowie Daniel Trosch und Wolfram Sauer als Eins, Zwei, Drei bzw. Sechs nicht weiterhin in der ersten Mannschaft aushelfen müssen. Vor dem Hintergrund dieses sich hoffentlich demnächst erstreuenden personellen Extrem-Engpasses ist es aller Ehren wert, dass unsere Kreisliga-Mannschaft bisher überhaupt regelmäßig ein Sextett aufs Parkett zu bringen vermochte. Als wahrer Glücksfall entpuppte sich dabei unser „Rückkehrer nach zwei Dekaden“ Dennis Elfert, der umgehend Stammspieler wurde und ebenso jedes Mal mitwirkte wie Stephan Friedrich und unser 77-jähriger Eduard Lasowski. Sogar Jubilar Gerd Emmel musste mit ran, der kürzlich seinen 80. Geburtstag feierte und sich als Doyen der Sparte noch immer einbringt wie schon viele, viele Jahre zuvor! Herzlichen Glückwunsch Gerd! Möge Mannschaftsleiter Ivo dich bitte nicht mehr allzu oft anrufen und fragen, ob du in der größten Not mitspielen kannst!

Trotz wieder zunehmender Großschreibung von „Corona“ sind wir diesmal zuversichtlicher, die begonnene Saison – anders als vor Jahresfrist – diesmal tatsächlich komplett über die Bühne zu bringen. Und zu den Lichtern am Ende des Tunnels zählt ebenso der Ausblick auf ein Revival unserer Vereinsmeisterschaften samt der üblichen Nachfeier. Ein fixer Termin dafür ist noch nicht anberaumt, doch immerhin schon mal in Aussicht wie eine Rückrundenbesprechung am Jahresende ohne Zuhilfenahme von Videotechnik. Not tut der Austausch in der „Saison der Amplituden“ allemal und der Hallenboden sollte im Nachgang nun wahrlich kein Aufreger mehr sein und stattdessen gelten: vergeben, vergessen, Schwamm drüber!

Andreas Müller

November 2021

 

 

 

neuer Herbst, neues Glück

Zwei TVS-Teams starten in die neue TT-Liga-Saison, abermals unter Vorbehalt

Trotz zunehmend durchgeimpfter Bevölkerung steigen die Inzidenzen täglich um ein Quäntchen übers Vorjahresniveau zum selben Zeitpunkt. Ein Zusammentreffen, das allgemein Fragen aufwirft, speziell auch den weiteren Sportbetrieb berührt und noch spezieller uns Tischtennisspieler und für die kommende Spielzeit Böses erahnen lässt. Zwar sind die Spielpläne für die traditionell Anfang September beginnende neue Saison längst erstellt, sind die Ligen und Mannschaften seit Wochen eingeteilt und bereits sämtliche Partien en Detail mit Ort und Zeit angesetzt. Aber die Sorgen sind groß und berechtigt, wie viel von diesem minutiösen Spielplan tatsächlich wird „abgearbeitet“ und in sportliche Praxis wird umgesetzt werden können. Zu frisch sind die Erinnerungen an die Vorsaison, die nach nur wenigen Pflichtspielen trotz Einhaltung jedweder Sicherheitskonzepte Ende Oktober abgebrochen und anschließend nicht wieder aufgenommen wurde. Siege und Niederlagen des Liga-Betrieb-Torsos anno 2020/21 blieben – mit Ausnahme der persönlichen Bilanz und den mitunter privat für ungeheuer wichtig genommenen Leistungspunkten – Schall und Rauch. Es gab keine Abschluss-Tabelle, es gab weder Absteiger noch Aufsteiger, eine Corona-Saison zum Vergessen gewissermaßen liegt hinter uns.

Vor uns liegt nun ein neuer Herbst und neues Glück und neue Zuversicht, mit der wir die Saison 2021/2022 in Angriff nehmen. Abermals mit zwei Sechser-Mannschaften, abermals mit dem ersten TVS-Sextett in der Bezirksklasse in der Aufstellung: Matthias Heidenwag, Tayfun Karaca, Roman Ulbrich, Taylan Karaca, Achim Donner, Andreas Müller. Abermals starten wir eine Etage tiefer in der Kreisliga mit einer zweiten Mannschaft in der Aufstellung: Roberto Fabian, Ivo Milic, Daniel Trosch, Karsten Linke, Patrick Adam, Wolfram Sauer und Stephan Friedrich. Leider reicht die Personaldecke nicht mehr, um rund um unsere Oldies Gerd Emmel und Eduard Lasowski ein Vierer-Team in der dritten Kreisklasse zu stricken und auch ihnen den Spielbetrieb und die regelmäßige Auseinandersetzung mit Sportfreunden aus anderen Vereinen zu ermöglichen. Vielleicht kommt diesbezüglich mit unserem Neuzugang Dennis Elfert etwas Schwung.in die Halle, der als Teenager schon mal in Seckbach am TT-Ball war und nun im Alter von 44 Jahren den Weg in unsere TT-Sparte zurückfand. Sein früherer Übungsleiter Matthias Heidenwag hat den „Comebacker“ sofort wiedererkannt und ihn animiert, sich in die sommerlichen Einheiten mit unserem Trainer Thomas Marschall einzuklinken. Das stimmt hoffnungsfroh.

Apropos. Anfang Juli hatte sich endlich, endlich die Hoffnung erfüllt, wieder einmal in der „Kleingruppe“, worunter in Corona-Zeiten ja eine durchaus größere Runde verstanden werden darf, ein gemütliches Beisammensein zu veranstalten. Ivo Milic hatte dafür wie gewohnt seinen geräumigen Garten zur Verfügung gestellt, den Grill angeworfen und eine ausladende Tafel dekoriert, auf der allerlei größere Gefäße mit kulinarischen Mitbringseln platziert wurden.

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 Ein herrlicher Sommerabend wie „in alten Zeiten“ möchte man rückblickend sagen, der nach Monaten und Monaten schwer eingeschränkter Kontakte als doppelter und dreifacher Genuss empfunden wurde und so ganz nebenher illustrierte: Dieses blöde Virus hat unserer sportlichen Gemeinschaft nichts anhaben können – nummerisch wie klimatisch. So soll es bitteschön bleiben, egal was der neue Herbst und die neue Saison bringen mögen.   

Andreas Müller

August 2021

 

 

 

Planung ist alles

 

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Dank Chef-Operator Daniel Trosch klappt´s im „Corona-Betrieb“ reibungslos

„Immer wieder sonntags kommt die Erinnerung“, trällerten mal Cindy & Bert in den 70ern landauf, landab. Wir haben den Song inzwischen für uns adoptiert – jeden Sonntag kommt mit der neuen „Schichteinteilung“ die Erinnerung an die kommende Trainingswoche. Mit schöner Regelmäßigkeit verschickt Daniel Trosch seit Monaten jeden sonntags seine Mail, aus der jeder ersehen kann, wer mit wem zwischen Montag und Freitag für die nächsten Trainingseinheiten eingeteilt ist. Insofern handelt es sich immer auch um eine Art „Überraschungs-Post“. Wobei unser Chef-Operator Daniel Trosch in jeden Wochenplan akribisch einarbeitet, wer vorher spezielle Termin-Wünsche äußerte, wer an bestimmten Tagen verhindert ist, wer welchen Tag und welche Uhrzeit bevorzugt oder wo unter Umständen ein längerer Nachhause-Weg und die Gefahren der Ausgangssperre zu berücksichtigen sind. Überdies gilt es bei der Planung zu beachten, dass nicht ständig dasselbe Duo miteinander am Tisch stehen und die einzelnen Paarungen ordentlich durchgemischt werden sollen, damit im Laufe der Zeit jeder mit jedem das Vergnügen hat. Zudem soll jeder aus der Gruppe wenigstens einmal pro Woche trainieren dürfen bzw. maximal zweimal pro Woche die TT-Kelle schwingen, damit alle im gerechten Rhythmus zum Zuge kommen. Eine Reihe von Details sind also bei der Organisation des wöchentlichen Trainingsbetriebs unter ständigen Corona- und Lockdown-Bedingungen zu beachten, was für unseren Operator einiges an Aufwand mit sich bringt.

Die Zeit ist demzufolge reif, unserem Daniel nach so vielen gelungenen und stimmigen Wochenplänen ein großes Dankeschön zuzurufen! Allerdings wird unser vormaliger, langjähriger Sparten-Chef das dicke Lob vermutlich sofort in aller Bescheidenheit abschwächen und mit dem relativierenden Hinweis bedenken, sein organisatorischer Part sei schließlich kein Hexenwerk. Das mag durchaus so sein. Trotzdem muss das Puzzle jede Woche von Neuem und zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk gelegt werden. Ob nach der personellen Konstellation eher leicht oder schwierig, muss dieser Plan stets rechtzeitig stehen und allen Beteiligten zugänglich gemacht werden. Dies ist elementare Voraussetzung, damit unter Pandemie-Bedingungen der Trainingsbetrieb funktionieren kann, wie wir ihn im Hygiene-Konzept niedergeschrieben haben und wie wir ihn nun bereits seit fast einem halben Jahr praktizieren.

Ein Fakt, der nicht nur von der individuellen Disziplin jedes einzelnen Teilnehmers an diesem sehr speziellem Format des Art TT-Trainings kündet, sondern gewissermaßen eine Botschaft von Seckbach an die gesamte Welt des Freizeit- und Breitensports aussendet: Seht her, was auch in diesen Zeiten sportlich möglich ist! Seht her, was geht, wenn das Konzept stimmt, die ausführenden Protagonisten achtsam damit umgehen und ein couragierter Vereins-Vorstand nicht ängstlich sämtliche Türen zusperrt, sondern das Machbare zulässt und möglich macht. Dass seit Anfang Dezember trotz Dauer-Lockdowns erwachsene Menschen über mehrere Monate hinweg in einer Sporthalle unfallfrei ihr „Minimal-Training“ an einem grünen Tisch pflegen durften, illustriert sehr praktisch und belegt, was mit „Mut zur Lücke“ an der sportlichen Basis alles möglich und denkbar ist – und allenthalben bei den sogenannten kontaktlosen Sportarten offiziell erlaubt sein könnte, ja bei etwas Vernunft, sportlichem Feingefühl und gutem Willen der Entscheidungsträger auf allen Ebenen erlaubt sein müsste.

Ein Hinweis, der uns sehr wichtig ist, weil wir uns ja als Teil der gesamten Sportfamilie begreifen und es uns durchaus nahegeht, dass der allergrößte Teil davon – selbstredend auch beim TV Seckbach – weiterhin zum sportlichen Nichtstun verurteilt ist. Eine Situation, die wir keinesfalls ausblenden oder vergessen, wenn wir unseren Trainings-Tisch aufbauen, das Netz spannen und die Schläger zur Hand nehmen. Im Gegenteil gehört beim Plausch zwischendurch, nach Satz- oder Match-Ende, der Blick auf die anderen Sparten und Abteilungen, die unter Beschränkungen, Verbote und amtlichen Behinderungen bitter leiden, zum kleinen Gedenken-Austausch während der Übungseinheiten wie selbstverständlich dazu. Wie schön wäre es, wenn unsere Halle wie eh und je wieder für sämtliche Vereinsmitglieder offenstehen könnte, wenn am Schießrain und überall dort, wo TVS-Mitglieder normalerweise ihren Bewegungs- und Ertüchtigungsdrang ausleben, wieder Normalität und sportlicher Alltag einkehren dürften. Dann wären auch wir Tischtennis-Spieler nicht länger auf minimale Zweier-Einheiten beschränkt, könnten an den Trainings-Abenden wieder vier Tische hinstellen, womöglich sogar wieder das gepflegte Doppelspiel kultivieren und wären nicht länger auf minutiöse Wochen-Trainingspläne angewiesen – ganz zu schweigen von der freien Zeit, die unser Chefplaner Daniel dann immer wieder sonntags für sich selbst und seine Familie zurückgewönne.

Andreas Müller

Mai 2021

 

 

 

Privilegiert am grünen Tisch

Tischtennis-Abteilung darf trotz Lockdown den kleinen „Dreischicht-Betrieb“ pflegen

Um es gleich vorab zu sagen: Ja, wir sind in diesen Zeiten privilegiert. Wir müssen uns so ähnlich wie Bundesliga-Profis vorkommen, die ihren Sport ungeachtet von Pandemie und Lockdown ausüben können. Wir tun es allerdings ohne Wettkampf, ohne TV-Kameras, Sponsoren-Logos, Werbe-Banden und Corona-Dauer-Tests. Wir dürfen schlicht und ergreifend weiter trainieren, ein bisschen jedenfalls, zeitlich und personell arg reduziert, dank eines überzeugenden Konzepts und in einer Sportart, deren grüne oder blaue Tische dank ihrer Abmaße dem „Mindestabstandsgebot“ geradezu auf den Leib getischlert sind.

Wir sind Tischtennisspieler, was können wir dafür?

Die Mitglieder anderer Sparten sollen wissen, dass wir sie um unser momentanes Privileg bedauern, dass wir dreimal die Woche in drei Schichten zu jeweils Zweien sehr demütig an die eine erlaubte Platte in der Halle gehen und die Schläger auspacken und es auch uns weit lieber wäre, der Sportbetrieb würde sich rasch normalisieren und unsere Sportstätte am besten schon morgen wieder sämtlichen Abteilungen sperrangelweit offenstehen wie in Zeiten, als Corona hierzulande ein Fremdwort gewesen oder allenfalls für eine Biersorte oder eine kleinere Menschengruppe stand, die gemeinsam irgendwo ins Grüne zog oder „mit der ganzen Corona“ bei jemandem zuhause als mehr oder weniger erfreulicher Besuch aufkreuzte. Wir wollen den anderen Mitgliedern gegenüber zugleich ehrlich sein und nichts verbergen: Ja, an jedem Montag-, Mittwoch- und Freitag-Abend dürfen wir trainieren, jeweils insgesamt drei Pärchen, sechs Leute maximal. Den minutiösen „Dienstplan“, in dem sich sogar unsere Oldies Gerd Emmel und Eduard Lasowski wiederfinden, fertigte jedes Wochenende Daniel Trosch aus diversen Termin-Wunschlisten. Mitunter musste kurzfristig unkompliziert getauscht werden, zum Beispiel anlässlich von Ausgangssperren.


Eine Lücke, vom Landessportbund Hessen offiziell zugelassen

Der Dreischicht-Betrieb im Zweier-Modus, wie wir ihn konzipierten, ist vom Landes-Sport-Bund offiziell zugelassen und verstößt nicht im Mindesten gegen die staatliche Lockdown-Verordnung. Und wir sind heilfroh, dass wir einen Vorstand haben, der uns diesen Sprung in die Lücke gestattet und uns die Hallentür dafür offenhält. Nicht zuletzt im Vertrauen darauf, dass sich alle TT-Männer stets akribisch an die Vorgaben des Hygiene-Konzepts halten. Ohne diese Art von Courage und Miteinander und Disziplin würde es nicht funktionieren. Doch so schön es ist, je nach dem wöchentlichen Überraschungs-Plan von Daniel hin und wieder mal mit dem einen, mal mit dem anderen Sportfreund ein reichliches Stündchen die Klingen kreuzen zu dürfen und Auge in Auge ein paar Worte zu wechseln sprich: dem sportlichen Lockdown regelmäßig eine kleine Auszeit abzutrotzen, dieser Genuss, obwohl uns viele darum beneiden, hält sich auf Dauer in Grenzen. Zu sehr leben unsere Trainingsabende unter normalen Verhältnissen von vier Tischen und dem Reiz des „mehrfachen Partnertauschs“ und natürlich des gemeinsamen Plauschs bei der anschließenden Erfrischung.

Comeback des Liga-Betriebs wie geplant im März?

Insofern kann und soll, was zuletzt stattfinden durfte, nur eine Notlösung sein – eine, die uns glücklich machte und um die uns so Viele beneidet haben werden, für die in ihren Abteilungen seit November leider überhaupt nichts mehr ging. Mit ihnen gemeinsam hoffen wir jetzt inständig, dass der Gesamtverein und wir in der TT-Abteilung alsbald wieder richtig und wie gewohnt loslegen können. Bis dahin bleibt die Gefühlslage auch bei uns eher gemischt, wenn wir auf die Planungen des Hessischen Tischtennis-Verbandes (HTTV) schauen.

Laut offiziellen Ankündigungen des HTTV ist vorgesehen, den Spielbetrieb im März wieder aufzunehmen und die „Saison der Einfachrunde“ 2020/21 mit dem zweiten Teil über die Bühne zu bringen. Was ohne die übliche Hin- und Rückrunde hieße, dass jedes der beiden TVS-Teams in der Bezirksklasse bzw. in der Kreisliga bis zum Saisonende noch vier, fünf Matches zu bestreiten hätte. Dieses überschaubare Pflichtspiel-Pensum sollte machbar sein. Notfalls kann die Runde über den üblichen Schluss im April hinaus ausnahmsweise einmal bis in den Juni oder Juli hinein gestreckt werden. Das wäre ein realistisches Szenario inklusive der üblichen Auf- und Abstiegsregeln. Entsprechend lautet die Stimmung „Vorfreude auf Kommendes“.       

 Andreas Müller

Februar 2021

 

 


Lasst uns mal über Bier reden!


Über frische Getränke und einen neuen Liga-Modus für „Corona“

Wie gut, dass wir im Training, kurz bevor der zweite Lockdown und die zweite Hallen-Schließung des Jahres über uns kamen, noch dieses Thema erörtert hatten. Selbstverständlich in der Kleingruppe und mit gebührendem Abstand zwischen den Gesprächspartnern, die zum Teil noch in Trikot und Sportschuh, zum Teil schon geduscht und in „Zivil“ die kleine Runde bildeten – und wie üblich nach vielen schweißtreibenden Ballwechseln ein ehrlich verdientes Fläschchen in der Hand hielten.

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Das erste „Binding“ schmeckt unter diesen Umständen immer noch ziemlich gut, ab dem zweiten wird es tendenziell zur mehr oder weniger quälenden Prozedur. Eine Erfahrung, die für uns als durchaus gut konsumierende Abteilung nicht neu ist, die wir aber noch nie so recht zum Ausdruck brachten und zur Diskussion stellten. An diesem Trainingsabend war es anders: Wir sprachen ausführlich und gründlicher als sonst über den beinahe obligatorischen Gerstensaft und vor allem darüber, ob wir diese Sorte noch bis in alle Ewigkeit aus dem Kühlschrank holen sollten – oder ob es nach so vielen Jahren nicht angeraten sei, einen Wechsel zu vollziehen und den Gaumen respektive den Bereich der Kehle nicht anderweitig kitzeln zu lassen.

Votum des halben Dutzends fiel eindeutig aus und darf als Stimme der gesamten Sparte gedeutet werden. Lasst uns mal über Bier reden!, so möchten wir den Entscheidern im Verein offiziell zurufen. Lasst uns herausfinden, auf welche neuen oder auch zusätzlichen Sorten wir demnächst abstellen könnten! Wir bräuchten, falls das im TVS mehrheitsfähig ist, unser „Binding“ vielleicht nicht komplett ächten. Doch wir könnten und sollten ein, zwei andere Varianten dazunehmen. Ein solches Vorhaben dürfte über unseren bewährten und kompetenten Lieferanten von der Firma „Getränke Rach“ in der Flinschstraße unproblematisch zu stemmen sein.

Es wird genügend Auswahl an Gerstensaft in einem gleichen oder sehr ähnlichen Preis-Segment geben, so viel lässt sich ohne eingehendere Recherchen bestimmt sicher vorhersagen. Apropos: Fast jedermann im kleineren „Stuhlkreis“ hatte sich spontan bereitgefunden, als ehrenamtlicher Tester an dem Projekt mitzuwirken, wenn es denn – etwa von Seiten des Vorstandes – gewünscht werde.

Gibt´s noch einen alten Brauerei-Vertrag?

Noch mehr sehr praktische Fragen stellten sich zu später Stunde ein: Sollte der Entscheidung über das frische Bierchen zunächst eine Probe-Phase vorgeschaltet sein? Das heißt, soll zunächst ein breiteres Sortiment in kleinen Mengen bestellt werden, um nach einigen Wochen der „Verkostung“ zu sehen, welche der Flaschen am ehesten ausgetrunken werden und welches unsere künftigen „Lieblinge“ sein werden? Oder sollte besser die abgekürzte Variante bevorzugt werden? Die Mitglieder jener Abteilungen, die dem Thema nahestehen, einigen sich auf ihre Favoriten, informieren den Spartenleiter, der wiederum den Vorstand ins Bild setzt, so dass anschließend mit sehr konkreten Vorschlägen bei „Rachs“ angeklopft werden kann.

Sollte es tatsächlich noch einen Alt-Vertrag des TVS mit „Henninger“ oder „Binding“ geben, müsste er inzwischen auf die „Radeberger Gruppe“ umgestellt worden sein. Das würde die Suche womöglich sogar erleichtern statt erschweren. Der Brauerei-Gigant hat sicher genug Flüssiges im Gepäck, auf das wir dann unkompliziert zurückgreifen könnten. Ist der Vertrag ausgelaufen und beendet und bestünde keine Bindung mehr, stünde der neuen Getränke-Freiheit erst recht nichts im Wege.

Der Wege zum durststillenden Ziel gäbe es viele. Wichtig ist uns TT-Spielern, dass endlich losgelaufen und die ersten Schritte getan werden. Gern auch mit unserer tatkräftigen Hilfe, wenn es um logistische Herausforderungen etwa bei der Anlieferung der Kisten gehen sollte. Auch diese Schlepperei wäre noch näher zu besprechen. Im Übrigen scheint uns gerade eine prächtige Zeit dafür, weil sportlich gerade nichts läuft und man unter diesen Umständen das „Sonstige“ einmal in den Vordergrund rücken darf. Kurzum Wenn Mitglieder ein „offizielles Bierchen“ aus dem Vereins-Kühlschrank holen und trinken und damit nicht zuletzt einen Beitrag für die Vereins-Finanzen leisten wollen, dann sollte es ihnen schmecken!

Relegation zum Bezirksliga-Aufstieg in Sichtweite

Im Übrigen gilt das ebenso für unsere Kontrahenten im Liga-Betrieb, die bei Sympathie nicht selten zum gemeinsamen Schluck eingeladen werden – selbstredend erst nach Ende der Partie. An solch harmonische Ausklänge eines sportlichen Wettkampfes ist gerade wieder nicht zu denken. Uns ergeht es wie dem gesamten Breiten- und Freizeitsport. Unser solidarisches Opfer im Kampf gegen das Corona-Virus sozusagen. Zwar ist ungewiss, ob die Hallen im Dezember wieder öffnen dürfen. Nägel mit Köpfen hat der Hessische Tischtennis-Verband immerhin schon für den Fortgang der Saison 2020/21 gemacht.

Wegen des Shutdowns im November und der Unmöglichkeit, die ausgefallenen Spiele allesamt nachzuholen, soll es diesmal im Ligabetrieb nur eine „Einfachrunde“ ohne Hin- und Rückspiele geben. Das heißt, anders als üblich werden mit jedem Team aus der Spielklasse nur einmal die Schläger gekreuzt. Was für unsere erste Mannschaft in der Bezirksklasse heißt, sie muss bis zum Saisonende nur noch vier Matches bestreiten. Nach bislang fünf Liga-Spielen und vier Siegen belegt das Sextett in der Aufstellung Matthias Heidenwag, Tayfun Karaca, Roman Ulbrich, Taylan Karaca, Achim Donner und Andreas Müller momentan den zweiten Platz. Eine Tabellen-Situation, die normalerweise zur Teilnahme an der Relegation zum Aufstieg in die Bezirksliga berechtigt. Nach dem neuen „Corona-Modus“ stehen die Chancen ziemlich gut, Platz zwei ins Ziel zu retten – immer vorausgesetzt, diese sehr spezielle Saison mit all ihren Unwägbarkeiten wird – anders als die vorige – tatsächlich über die Bühne gebracht.Erfreulich ist ebenso der „Pausenstand“ für die zweite Mannschaft in der Kreisliga in der Formation Roberto Fabian, Ivo Milic, Karsten Linke, Daniel Trosch, Patrick Adam, Wolfram Sauer und Stephan Friedrich. Vier Matches sind noch auszutragen und vier konnten ausgetragen werden. Mit bislang zwei Siegen und zwei Niederlagen belegt unsere „Zweite“ einen beachtlichen vierten Rang und kann dem Rest der Saison im Ringen um den Klassenerhalt relativ entspannt entgegensehen. Nicht zu vergessen unsere Oldies Gerd Emmel, Eduard Lasowski und Klaus Schade, die montags stets fleißig und ausdauernd am Bällchen sind – und ihre Trainingseinheiten anschließend regelmäßig wie zuverlässig beim Feierabend-Bierchen ausklingen ließen.

Andreas Müller

November 2020

 

 

Schwitzen zum wechselseitigen Vorteil

Die längere sommerliche Übungs-Serie kam auch unserem Trainer äußerst gelegen

Welch ein Genickschlag. Über Wochen, ja monatelang hatte Trainer Thomas Marschall Kids fürs Spielchen mit den kleinen Plastikbällen begeistert und die talentiertesten von ihnen auf die Mini-Meisterschaften im März vorbereitet. Genau einen Tag vorher hieß es, von Amts und wegen Corona: Nichts geht mehr. Das sehnsüchtig erwartete Turnier musste ausfallen. Bitter für die 14 Kinder. Noch bitterer für den 61-Jährigen, der seit 2004 als selbständiger Tischtennis-Trainer zwischen Hibbdebach und Dribbdebach unterwegs ist und seit fünf Jahren regelmäßig auch die TT-Spieler aus Seckbach ins Schwitzen bringt. „Die Zeit des Lockdowns war grausam“ fasst er die beiden Monate zwischen Mitte März und Mitte Mai knapp zusammen, als das Virus den kompletten Sportbetrieb inklusive Trainer und Übungsleiter lahmlegte.

14 Thomas 1

„Die Situation war ja völlig neu. Man wusste von dem Virus bis dahin gar nichts und gehörte als Trainer plötzlich zur besonders gefährdeten Gruppe. In die Halle gehen, angesteckt werden und tot sein? Nee, die Gesundheit hatte für mich Priorität 1“, berichtet der gelernte Bankkaufmann. Die Sondersituation ohne seine gewohnte Arbeit mit Nachwuchskadern, in den Sport-Vereinen und Arbeitsgemeinschaften der Schulen hatte er für sich wie einen persönlichen Schutz-Mechanismus interpretiert. Er blieb zuhause und behalf sich mit einer Finanz-Hilfe, wie sie für Solo-Selbständige aufgelegt worden sind. „Ich habe diese Pause für mich ziemlich locker genommen“, skizziert er seine Gefühlslage. „Was soll ich mich aufregen wegen einer Sache, an der ich sowieso nichts ändern kann?“

Mitte Mai witterte der Trainer beruflich Morgenluft, als die ersten Hygiene-Konzepte soweit reiften, dass - wie bei uns in der Seckbacher TT-Sparte – zumindest in Kleingruppen wieder die Kellen geschwungen werden durften. „Bis aber die Schulsporthallen wieder öffneten, ist es fast Ende Juni gewesen, nur paar Wochen vor den Sommerferien.“ Daher kam es Thomas Marschall umso gelegener, dass wir Seckbacher nach Ende des Lockdowns zügig Kontakt mit ihm aufnahmen und ihn außerdem gleich für eine relativ lange Trainings-Serie über knapp drei Monate hinweg verpflichtet haben. Seit dem 26. Juni und noch bis Anfang September geht es unter seiner fachkundigen Anleitung immer freitags zwischen 20.30 Uhr und 22.30 Uhr an den grünen Tischen engagiert zur Sache.

„Diese zehn Einheiten in Seckbach sind schon sehr wichtig für mich“

Damit gönnen wir uns nicht nur eine ordentliche Vorbereitung auf die Ende August beginnende Saison 2020/21, sondern leisten unserem Trainer – zum wechselseitigen Vorteil – wirtschaftliche Schützenhilfe. „Gerade in den Ferien ist ja auch in normalen Zeiten wenig los, weil die Schulsporthallen geschlossen sind. Da sind solche Einheiten im Sommer bei Vereinen mit eigener Halle ein wirtschaftlicher Segen für mich, erst recht in diesem Jahr“, gesteht unser ganz spezieller „Quälix“. „Diese zehn Einheiten in Seckbach sind schon sehr wichtig für mich. Wenn jetzt nicht wieder Trainingsmöglichkeiten für mich in Gang gekommen wäre, hätte ich vielleicht noch mal Solo-Hilfe beantragen müssen.“      

Um dem aus dem Wege zu gehen und den „Corona“-Engpass anderweitig abzufedern, hatte er sich als „Selfmade-Pädagoge“ in die diesjährige Ferien-Akademie des Schulamtes Rüsselsheim eingeklinkt und arbeitet in Hofheim/Taunus als Lehrer für Deutsch und Mathematik in den Klassenstufen Eins bis Drei. Eine Nebentätigkeit bis zum Beginn des neuen Schuljahres. Anschließend, blickt Thomas Marschall hoffnungsvoll voraus, sollte sich sein Trainer-Alltag wieder in den gewohnten Bahnen bei zehn bis 13 Trainings-Einheiten pro Woche für ihn einpendeln. „Ich denke, dass nach den Schulferien wieder alles normal laufen wird.“

In der neuen Saison nur noch zwei Teams im Liga-Betrieb

Ein Wunsch, der ebenfalls für den Liga-Betrieb in der Saison 2020/21 zutrifft. Die Klassen sind eingeteilt, die Spielpläne stehen. Sogar die bei uns in der TT-Sparte besonders beliebten Doppel gehören wieder wie selbstverständlich zum Modus. Leider werden wir nur noch mit zwei Teams in der Bezirksklasse sowie in der Kreisliga an den Start gehen. Mangels Personals wird es eine dritte Mannschaft in der dritten Kreisklasse nicht mehr geben.

Entsprechend rücken Wolfram Sauer und Stephan Friedrich in die zweite Mannschaft auf bzw. vor, die mit ihren „starken Fünf“ Roberto Fabian, Ivo Milic, Karsten Linke, Daniel Trosch und Patrick Adam in der Kreisliga eine nahezu uneinnehmbare Bastion darstellen kann – wenn, ja wenn stets in Bestbesetzung angetreten wird. Die erste Mannschaft wird wie immer in der jüngeren Vergangenheit in der Bezirksklasse aufschlagen und mit unseren bewährten Spitzenspielern Matthias Heidenwag, Roman Ulbrich und Tayfun Karaca sowie dessen Bruder Taylan Karaca und im hinteren Paarkreuz mit Achim Donner und Andreas Müller. Desgleichen ein sehr ordentliches, vielversprechendes Kaliber – wenn das Quartett der Besten im vorderen und mittleren Paarkreuz jedes Mal komplett ist.

Andreas Müller

August 2020

 

 

Zwitter-Naturell als Vorteil

 

Tischtennis als Indoor-Sport mit regelgerechtem Mindest-Abstand

 

Was sind wir einesteils traurig, nicht gemütlich dem Golfball hinterher zu spazieren oder
als Bogenschützen in den Fußstapfen von Robin Hood zu wandeln. Dann wäre und als Freiluftsportart der Wiesereinstieg ins geliebte freizeitliche Hobby leichtgemacht. Unter freiem Himmel wären wir praktisch die Ersten, die wieder hätten loslegen dürfen. Andernteils sind wir heilfroh, uns als Hobby nicht Ringen oder Judo oder andere der sogenannten Kontaktsportarten ausgesucht zu haben. Dann würden wir sicher ganz am Ende der von manchem „Nahrungskette“ genannten Reihenfolge des Zurück in den Vereinssportbetrieb stehen.

Als Tischtennisspieler dürfen wir uns, ähnlich den Badminton-Kollegen, im Kanon all der weiterverzweigten, vielfältigen sportlichen Bewegung im Lande gewissermaßen als Zwitterwesen verstehen. Zwar nicht unter freiem Himmel aktiv und eindeutig ein Indoor-Sport, doch über ein entscheidendes Merkmal verfügend: Unser Sport kommt ohne enge oder gar ganz direkte körperliche Berührungen aus! In Zeiten wie diesen ein enormer Vorteil des Hallensports. Ein Unterschied zu anderen Sparten und eine Differenzierung, die auch der Landessportbund Hessen freundlicherweise den Politikern im Lande an die Hand gab, um ihnen deutlich zu machen: Achtet im allgemeinen Sportbetrieb bitte auch auf die Feinheiten!

2,74 Meter Tischlänge als natürliche Corona-Barriere

Und umgekehrt nutzen auch wir TT-Freunde den Vorteil unseres 2,74 Meter langen grünen Tisches, um daraus fürs etwas schnellere Ende des sportlichen Lockdowns Kapital zu schlagen und klarzulegen: Der in diesen Zeiten so wichtige Mindest-Abstand gehört beim Tischtennis gewissermaßen zum Wesen, zur Natur der Sache. Worauf wir in Anlehnung an die am 7. Mai 2020 novellierte „Corona-Verordnung“ des Landes Hessen sowie im Gleichklang mit den Leitlinien des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) und den „Leitplanken“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) unser Konzept für eine zügige Wiederaufnahme des Trainings gründeten.

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Seitlich können wir den Abstand garantieren, indem wir nur wenige Tische aufstellen und sie durch Banden voneinander trennen. Was zur mathematisch logischen Konsequenz hat, dass aufgrund der eng begrenzten Tischzahl nur in Kleingruppen trainiert werden kann – zumal Doppel tabu sind und nur Einzel gespielt wird. Logisch ebenfalls, dass alle Teilnehme in Sportkleidung erscheinen, Händeschütteln und Abklatschen tabu sind, Umkleideräume und Duschen nicht genutzt werden. Zudem wird von jedem Sportler nur der eigene, markierte Ball benutzt, so dass gefährliche „Übergriffe“ vermeiden werden.

Gründliche Desinfektion und Lüftung inklusive

Nach jeder Trainingseinheit desinfizieren die Aktiven ihren Spieltisch und legen eine Pause ein, bevor das nächste Trainingspaar an den Tisch darf. Nach Trainingsende werden sämtliche Tische sowie die benutzten Schläger und Bälle desinfiziert. Zudem werden in der Halle all jene Elemente desinfiziert wie Türgriffe oder Lichtschalter, die zwangsläufig berührt werden mussten. Fenster und Türen der Halle sind zu öffnen, um nach Trainingsschluss für Durchzug und Lüftung zu sorgen.

So im Wesentlichen unser Konzept, das wir dem Vereinsvorstand unterbreitet haben. Ein paar Hinweise noch im Umgang mit der Risikogruppe „Ü 60“ und ergänzt, dass übliche Handlungen wie das Anhauchen des Balles oder Abwischen des Handschweißes am Tisch bitte unterlassen werden sollen, und schon haben wir den Eindruck: So könnte stimmig sein und funktionieren. So könnte der Trainingsbetrieb unterm Hallendach selbst in Corona-Zeiten angehen. Und siehe da: Mitte Mai bekamen wir das „grüne Licht“ vom Vorstand. Herrlich, Frühlings-Gefühle der anderen Art! Welch ein Glück für uns Tischtennis-Spieler, als „Zwitter-Wesen“ zu gelten!

Andreas Müller

Mai 2020

                                                                                                                  


Grüne Tische im Corona-Modus

Nicht das vorzeitige Ende des TT-Liga-Betriebes tat weh

Während fälschlicherweise Sport genannte kommerzielle Unternehmungen pausenlos ihre Szenarien für sogenannte Geisterspiele und zur Rettung ihrer Millionen-Etas in Zeiten von Corona ausrollten, zeigte der wahre Sport an der Basis umgehend und frühzeitig Größe. Praktisch parallel zur Bekanntgabe unseres Gesamtvereins, dass zur Eindämmung der Epidemie der Sportbetrieb beim TVS eingestellt werde, brachen der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) sowie seine Landesverbände, darunter der Hessische Tischtennis-Verband (HTTV), einsichtig, zügig und ohne viel Aufhebens den Liga-Betrieb von ganz unten bis hin zur Bundesliga ab. Wir erinnern uns noch blass: Es war Anfang März, als unsere drei Teams vom TVS sich letztmals zu ernsthaftem Wettkampf an die grünen Tische begaben. Seither ruht der Spiel- wie der Trainingsbetrieb und ohne blamable öffentliche Diskussionen wurde einerseits von Verbandsseite festgelegt und andererseits von den Betroffenen sportlich akzeptiert: Als Abschlusstabelle der Spielzeit 2019/2020 wird jene Moment-Aufnahme nach der zuletzt ausgetragenen Partie gewertet.


Womit unsere drei Seckbach-Teams umso leichter leben können, als sie allesamt weder in Auf- bzw. Abstiegsrangeleien verstrickt waren. Die erste Mannschaft als Vorzeige-Sextett in der Bezirksklasse beendete die Saison vier Spieltage vor Ultimo auf Rang vier, die zweite Mannschaft eine Etage tiefer in der Kreisliga ebenfalls vier Spieltage früher als gedacht auf Rang fünf. Genauso als Fünfter schloss unsere dritte Mannschaft in der dritten Kreisklasse ab, da sechs Spieltage vor dem eigentlichen Ende die „rote Corona-Ampel“ blinkte. Mit diesen Resultaten können alle drei Teams bestens leben, illustrieren sie doch, dass jedes von ihnen in der jeweiligen Liga bestens aufgehoben ist.


Hinter den Top 4 ein halbes Dutzend solide Nachrücker


Im Detail nutzte insbesondere Tayfun Karaca die abgelaufene Serie, um zu unseren Spitzenspielern Matthias Heidenwag und Roman Ulbrich aufzuschließen. Da sich zudem Taylan Karaca im mittleren Paarkreuz deutlich stabilisierte, verfügt die erste Mannschaft nun über ein Quartett, das den Klassenerhalt demnächst gewissermaßen im Alleingang zu gewährleisten vermag. Zumal hinter diesen Top 4 ein halbes Dutzend nahezu gleichstarker Akteure fähig ist, an Nummer 5 und 6 im hinteren Paarkreuz der ersten Mannschaft solide mitzuspielen. Ob also weiterhin Roberto Fabian und Patrick Adam diese beiden Positionen einnehmen wie bislang, wird das nächste Sparten-Meeting zeigen.


Sämtliche möglichen Nachrücker kommen logischerweise aus der zweiten Mannschaft, die in ihrer Stammformation mit Andreas Müller, Ivo Milic, Achim Donner, Karsten Linke, Daniel Trosch und Renato Lugarov vom vorderen Paarkreuz bis zum hinteren praktisch ohne Gefälle daherkommt. Eine seltene wie glückliche Konstellation. Ob solcher Qualität in der Breite war der Mittelfeld-Platz selbst nach vielen Ausfällen und reihenweise Matches mit zwei oder gar drei Ersatzleuten praktisch nie in Gefahr. Eine Situation, die jedoch nicht überstrapaziert werden sollte. Würden Stephan Friedrich, Wolfram Sauer und Torsten Schulz aus der dritten Mannschaft wie zuletzt als „Dauer Nachrücker“ für die Zweite gebraucht, hätte das für ihr angestammtes Team, die dritte Mannschaft nämlich mit unseren Oldies Gerd Emmel und Eduard Lasowski, womöglich fatale Folgen.


Gemeinsames Bierchen in virtueller Runde


Nicht das vorzeitige Ende der Pflichtspiele tat also weh, sondern die damit verbundenen Folgen. Allein bis Anfang Mai seit acht Wochen kein Trainings-Abend mehr. Wer weiß, wie lange die Pause noch währt? Eine Situation, in der jedermann (und beileibe nicht nur in der TT-Sparte) den Wert gemeinsamer Freizeit-Beschäftigung ganz neu und vielleicht erstmals in seiner ganzen physischen und psychischen Bedeutung ermessen lernt.

Wie haben kluge Leute lange vor Corona formuliert: Man schätzt etwas erst dann richtig, wenn es plötzlich fehlt. Oder so ähnlich. Diese Erfahrung machen derzeit vielleicht die allermeisten Vereinsmitglieder, wenn die geliebten Stunden mit den Sportkameraden reihenweise bei verschlossener Sporthallen-Tür dahingehen, wenn der vormals so selbstverständliche Termin im Wochenkalender nun ein- ums weitere Mal schweren Herzens durchkreuzt werden muss. Danach wird´s hoffentlich umso schöner! Bis dahin behilft sich die TT-Sparte ein bisschen mit moderner Technik. Mit Hilfe von Zoom-Einladungen trifft man sich vorm PC, prostet einander virtuell zu. Das Bier in der Halle nach schweißtreibendem Training freilich schmeckt ganz anders …

Andreas Müller

April 2020

 

 

Als „Atze“ überraschend zum Vize-Meister mutierte

 

Spiel, Spaß und Spannung: Alles bestens bei den TT-Vereinsmeisterschaften

Als Patrick Adam sah, in welche der vier Vorrunden-Gruppen er gelost wurde, verfinsterten sich seine Gesichtszüge ein wenig. Unter die beiden Ersten der Gruppe und damit in die Zwischenrunde zu kommen, sei ja nun äußerst unwahrscheinlich. Bestenfalls sei jetzt noch Platz 9 drin, brabbelte unser „Atze“ vor sich hin. Es kam deutlich anders für den Mann aus dem mittleren Paarkreuz unserer ersten Mannschaft, der aus familiären Gründen in der jüngeren Vergangenheit kaum zum Training fand, nur wenige Pflichtspiele bestritt und im Ranking der Abteilung bzw. bei den Leistungszahlen beinahe folgerichtig etwas abrutschte. Bei den Vereins-Meisterschaften jedoch zeigte Patrick, dass er von seinen alten Stärken, unter anderem guten Aufschlägen und einem präzisen Schuss aus der Hüfte Marke John Wayne, nichts eingebüßt hatte.

Wenngleich ihm in mancher Situation noch das gewohnte Ballgefühl abzugehen schien, sein gutes Händchen trug ihn als Gruppenersten durch die Vorrunde und als Zweiten durch seine Zwischenrunden-Gruppe. Im Halbfinale bezwang er dann höchst überraschend unseren Serien-Meister und Titelverteidiger Matthias Heidenwag.  Urplötzlich – das heißt genauer gesagt: nach rund fünf Stunden Turnierverlauf – stand „Atze“ im Endspiel und musste sich an diesem Tage lediglich Roman Ulbrich beugen. Platz zwei statt neun, damit hatte sich unser neuer Vize-Meister wohl selbst am meisten überrascht. Mit seinem Erfolg genau eine Woche vor dem Rückrundenstart hat unser „Atze“ hoffentlich reichlich Motivation und Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben in der Bezirksklasse getankt, auch wenn es mit dem Trainieren bei ihm weiterhin etwas knapp und unregelmäßig bleiben sollte.

Insgesamt hatten sich zum Saison-Höhepunkt 18 Teilnehmer eingefunden und den Seckbacher Tischtennis-Meister im Einzel ausgespielt, darunter auch vier Aktive von unseren TT-Freunden von der SG Riederwald. Hinter Roman Ulbrich und Patrick Adam kamen Matthias Heidenwag und Tayfun Karaca auf dem dritten Platz ein, der selbst bei noch größeren und ganz großen TT-Turnieren traditionell nicht ausgespielt wird, so dass jeweils zwei Bronzemedaillen vergeben werden. Womit sich im Endklassement unsere vier angestammten Spitzenspieler aus der ersten Mannschaftdurchsetzten und keinen „Fremden“ etwa aus der zweiten Mannschaft oder von den Gästen in ihre Phalanx eindringen ließen. Spannend und hauchdünn und emotional ging es dennoch zu, schon allein dank der „Handicap-Vorgaben“, die sich an den Leistungszahlen orientierten und dank derer sich schwächere Spieler jeweils zu Satzbeginn über einen Punktevorsprung gegenüber dem Stärkeren freuen durften.

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 Unsere Besten: Vereinssmeister Roman Ulbrich mit Pokal
„Vize“ Patrik Adam (rechts daneben)
sowie die beiden Dritten: Matthias Heidenwag (Links außen und Tayfun Karaca (rechts außen)

 

Oldie Gerd Emmel mit Roman Ulbrich neue Doppel-Meister
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„Doppel 2020“

 

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Bei sechs Duos an drei Tischen waren Erholungspausen rar…


Mag die Zwischenüberschrift nahelegen, dass der Spartenälteste unseren Roman zum Doppel-Sieg geführt hat, so ist es ganz praktisch andersherum gewesen. Unser Spitzenspieler hatte durchaus den entscheidenden Part, wobei der Gesamterfolg ohne das hilfreiche Zutun unseres „Doyen“ unmöglich gewesen wäre. Was einerseits beweist: Doppel ist in jeder Konstellation und immer Teamarbeit. Und andererseits lehrt: Bei den Doppel-Vereinsmeisterschaften der TVS-TT-Spieler hat sich ein Modus seit Jahren immer aufs Neue bewährt. Die Hälfte mit den besten Spielern wird gesetzt, die andere Hälfte wird zugelost, so dass möglichst gleichstarke Paarungen und möglichst spannende und enge Spielchen zu erwarten stehen. Diesmal waren insgesamt 12 Teilnehmer dabei, was nach Adam Riese sechs Doppel bedeutete, die nach dem System „jeder gegen jeden“ den Vereinsmeister ermittelten.

Gerd Emmel, der die Lose zog, hatte dabei ein doppelt glückliches Händchen: Mit seinem Partner und seiner Leistung am Tisch. Das Duo blieb ungeschlagen und setzte sich mit 5:0 Siegen gegen Achim Donner/Patrick Adam (4:1 Siege) und Roberto Fabian/Andreas Müller (3:2 Siege) durch. Es folgten Taylan Karaca/Wolfram Sauer, Matthias Heidenwag/Stefan Friedrich und Tayfun Karaca/Eduard Lasowski. Viele Matches gingen über fünf Sätze, die zudem meist denkbar knapp und eng waren, so dass sich die Doppel-Meisterschaften einmal mehr als wahre „Wundertüte“ entpuppten, die gut und gern auch komplett andere Ergebnisse hätte hervorzaubern können. Sehr zum Vergnügen aller Mitwirkenden übrigens, die sich jedes Jahr über neue Konstellationen, neue Sieger und Platzierte freuen und genau dies als sportlich besonders reizvoll und spartenklimatisch wertvoll empfinden.

Und so, wie Vereinsmeisterschaften – zumindest bei uns – stets auch dem kameradschaftlichen Miteinander verpflichtet sind, gehört zum guten Ende natürlich der gesellige Teil zum Prozedere wie die würdige Siegerehrung. Ein Dutzend aller Teilnehmer hatte sich zur abendlichen Kür in der Gaststätte „Wolffhardt“ eingefunden. Und was ließe sich über diesen abschließenden Part sagen als: Ein besseres Lokal hätten wir für diesen Zweck wieder einmal nicht finden können. Danke, grazie und kwala der ganzen Mannschaft!

Andreas Müller

Januar 2020          

 

 

 

Richtig vermutet, falsch gehofft


Nach einem herben sportlichen Verlust wird in der TT-Sparte weiter zusammengerückt


Unser Oldie Eduard Lasowski, der mit Tobias Cremer seit längerem den Tischtennis-Nachwuchs der Abteilung betreute, hatte es bereits in diesem Frühjahr geahnt: Sein jüngerer Sportfreund habe wohl wieder Gefallen am höher-klassigen Ligabetrieb. Er werde sich wohl, in der dritten Kreisklasse völlig unterfordert, ab der neuen Saison 2019/2020 von seiner „Ruhe-Position“ in unserer dritten Mannschaft aus weiter nach oben orientieren wollen und habe wahrscheinlich große Lust, wieder ernsthafter anzugreifen. Bei der Spartensitzung Ende April wurden derlei Erwartungen herb enttäuscht. Er wolle weiterhin lediglich für unsere „Dritte“ aufschlagen, mehr Zeit bliebe ihm leider nicht, so das letzte öffentliche Wort unseres Sportfreundes Tobi vor versammelter Truppe.

Und doch lag unser mit viel Menschenkenntnis ausgestatteter Routinier „Ede“ keineswegs falsch mit seiner Vermutung. Unser bisheriger Nachwuchstrainier eilt nur nicht wie sehnlichst erhofft in der ersten oder zweiten Mannschaft in Seckbach von Sieg zu Sieg, wo ihn selbstredend sämtliche Türen offenstanden. Stattdessen wechselte Tobi Cremer überraschend zu einem anderen Verein hinüber über den Main-Fluss. In den Reihen der TSG Oberrad hatte er bis Mitte November bereits ein Dutzend Liga-Spiele in drei verschiedenen Teams bestritten, Pokal-Einsätze noch nicht mal eingerechnet. Ein schönes Pensum binnen zwei Monaten, das bei manchem für eine ganze Saison genügte. Bei den Seckbacher TT-Spielern rieb man sich darob verwundert die Augen – und kam zum Schluss, sich über die wiedergewonnene Spielfreude des verlorenen Leistungsträgers einfach nur zu freuen. Solle er sie ausleben, wo immer es ihm behagt. Nähere Erklärungen braucht es nicht mehr.

Und so muss nach diesem herben sportlichen Verlust die kleine TT-Gemeinschaft einmal mehr noch enger zusammenrücken. Vor allem die zweite Mannschaft in der Kreisliga war bislang stets auf Ersatzkräfte angewiesen, um überhaupt in Teamstärke antreten zu können. Die Partie zu Saisonbeginn in Ginnheim musste wegen Personalnot sogar abgesagt werden. Anschließend ging es über drei Aushilfen, zwei und schließlich nur noch eine sukzessive vorwärts. Mehr als zwei Pünktchen nach der halben Vorrunde und ein vorletzter Platz sprangen dabei für die potentiellen Stammkräfte Ivo Milic, Achim Donner, Karsten Linke, Andreas Müller, Daniel Trosch und Renato Lugarov nicht heraus. Die aktuelle Spielzeit wird für die Zweite kein Zuckerschlecken!

Flaggschiff unter vollen Segeln mit Aufstiegskurs

Weit besser erging es unserem Flaggschiff in der Bezirkslasse, das unter vollen Segeln in Richtung Aufstieg unterwegs ist. Mit unseren Spitzenspielern Roman Ulbrich, Matthias Heidenwag und dem bis dato im mittleren Paarkreuz ungeschlagenen Tayfun Karaca verfügt das Sextett über konstante Pointer, so dass Teil-Beiträge von Taylan Karaca, Patrick Adam und Roberto Fabian in der Regel genügen, um erfolgreiche Abende zu bestreiten. Platz 2 nach sechs Spieltagen sagt viel über die Möglichkeiten dieser Mannschaft aus, die bislang glücklicherweise mit nur wenigen „Nachrückern“ auskam. Die Chancen, sich lange und möglichst bis zum Ende der Spielzeit ganz vorn einzunisten, stehen noch dazu deshalb recht gut, als es in dieser Liga diesmal eine wirkliche Über-Mannschaft nicht gibt. „Uff´n Uffstiech“ ist also weit mehr als ein bloßer Trinkspruch.

Platz zwei belegt ebenfalls unsere dritte Mannschaft mit Wolfram Sauer, Stephan Friedrich, Thorsten Schulz sowie Eduard Lasowski, Gerd Emmel und Klaus Schade in der dritten Kreisklasse. Ein ausgezeichnetes Zwischen-Resultat angesichts des Umstandes, dass die Sportfreunde Sauer und Friedrich wegen der Personalnot bei TVS 2 dort de facto schon zu Stammspielern mutierten und damit wieder einmal illustrieren: Ohne diese Art von Solidar-Prinzip kann es nicht funktionieren.

Dazu passt bestens, dass sich Tayfun Karaca bereit erklärte, das Jugend-Training regelmäßig mit zu übernehmen, nachdem Tobi Cremer wegen seiner Oberräder Liga-Verpflichtungen jüngst hin und wieder passen musste. Als ausgebildeter Erzieher und ausgezeichneter TT-Spieler ist unsere aktuelle Nummer 3 für diese Aufgabe nachgerade prädestiniert. Wie sich das Trio Lasowski, Karaca und Cremer künftig beim TT-Nachwuchs in die Aufgaben teilen will und welches Konzept dabei freitags verfolgt werden soll, muss noch im Detail besprochen werden. Erste gute Gelegenheit dafür bietet  zum Beispiel das nächste Meeting der TT-Abteilung am 9. Dezember, weihnachtliches Fluidum inklusive.

 

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                Tobi Cremer                           Eduard Lasowski                                Tayfun Karaca

Andreas Müller
November 2019,

                      

 

 

 

 

„Es muss ein paar Leute geben, die es machen“


Mit Achim Donner wissen die TT-Spieler ein ganz besonderes Vereins-Mitglied in ihren Reihen

 

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Achim Donner, auch im Training immer emsig, eifrig bei der Sache...

 

Wenn es in der Halle ruhiger wird, sich das Tischtennis-Training dem Ende neigt, die ersten Tische abgebaut und im Vorraum die ersten Pilsener geöffnet werden, dann setzt Achim Donner mitunter ein verschmitztes Lächeln auf. Trinkt ruhig euer Bierchen, mag es bedeuten, ihr habt es auch verdient - und außerdem nützt es dem Verein, sofern ihr die Flaschen nicht von zuhause mitgebracht habt! Ja, der große Durst spült so manchen Euro in die TVS-Kasse, was unser Achim mit Wohlwollen registriert. Schließlich ist er als Finanz-Vorstand des Turnvereins 1875 Seckbach ein ganz besonderes Mitglied in unseren Reihen. „Es muss eben ein paar Leute geben, die es machen. Das ist die Voraussetzung, wenn es im Gesamtverein laufen soll“, erklärt der 55-Jährige sein spezielles, gewissermaßen übergeordnetes ehrenamtliches Engagement.

Seine gefürchteten Vorhand-Topspins, seine verbesserten Aufschlagvarianten und Rückhand-Schnittbälle und sein ureigenster Schachtruf „mosch“, wenn es mal ganz eng oder besonders wichtig ist im Match, illustrieren die Seite des Normalo-Mitgliedes, das vom Spaß an der Bewegung und am gemeinsamen Schwitzen am grünen Tisch mit den kleinen Netzen motiviert wird. Doch wenn Achim vor dem Training montags und freitags zunächst ein halbes Stündchen oder gar ein ganzes in der Geschäftsstelle zubringt und „wohl wieder TVS-Aktien an- oder verkauft“, wie mitunter gewitzelt wird, dann spiegelt sich in diesen Bürostunden die andere, spezielle, besondere Seite des Finanz-Vorstandes. Dann werden Rechnungen beglichen, Honorare an Übungsleiter überwiesen und Mahnungen an Beitrags-Säumlinge geschrieben. „Das ist eher der kleinere Teil der Arbeit“, berichtet Achim Donner. „Der Großteil wird zuhause erledigt, wenn alles vorbereit werden muss.“

Und selbstverständlich wirft der Finanz-Chef auch immer mal einen Blick auf die Kartei der um die 1000er Marke schwankenden Mitglieder. Für Zahlen und Statistiken hat der promovierte Soziologe und qualifizierte Buchhalter seit je ein Faible. Eine der wesentlichen Voraussetzungen dafür, dass er sich nicht gleich taub stellte, als Angelika Runge, seine Vorgängerin „an der Hauptkasse“, immer wieder bei ihm insistierte. „Wir sehen uns ja regelmäßig am Freitag bei der Rückengymnastik. Da hat sie immer und immer wieder gebohrt, bis ich weich geworden bin“, erinnert Achim Donner an die Vorgeschichte, ehe er das Ehrenamt zunächst kommissarisch übernahm und nun schon im insgesamt sechsten Jahr die Finanzen des Gesamtvereins verantwortet. Womit er in der neuen Geschichte des Vereins zusammen mit Oldie Kurt Sämann inzwischen zu den Konstanten in der TVS-Führungsriege gehört. Achims rückengymnastische Übungen erwiesen sich somit als ebenso großer Glücksfall wie sein Wechsel vom TTC Nieder-Eschbach zum TVS im Jahre 2007.

Seit 1976 hatten es ihm in seinem Ur-Verein, dem er noch heute angehört, die kleinen Zelluloidbälle angetan. Mit den Eschbachern wirbelte der Lese- und Literaturfreund schon in der Bezirksklasse, lange bevor eine Mannschaft aus Seckbach dort aufkreuzte. Im sportlichen Wettbewerb und mit der Teilnahme an sommerlichen Trainings-Camps wurden seine Bande und Kontakte zur TVS-Sparte von Saison zu Saison enger. Als seine alte Mannschaft zerfiel und kaum noch jemand ins Training kam, war Achim Donners Wechsel in den Frankfurter Osten eine logische Folge. Noch dazu, als er sein Zuhause seinerzeit längst nach Bornheim verlegt hatte. „Die Turngemeinde war allerdings nie eine Option für mich. Bei den Seckbacher Tischspielern, das wusste ich, gab es nette Leute und ich hatte einen kurzen Weg dahin.“

In der neuen sportlichen Heimat zunächst fast eine Dekade in der ersten Mannschaft aktiv, erlebte er mit dem Aufstieg in die Bezirks-Oberliga und einigen Spielzeiten in der Bezirksliga auf Anhieb besonders glänzende Zeiten mit. Seit rund vier Jahren nun gehört er in der zweiten Mannschaft zu den verlässlichen, konstanten Leistungsträgern und Pointern. Von ihm, gemeinsam mit Ivo Milic im vorderen Paarkreuz, im Zusammenwirken mit den Team-Kollegen Karsten Linke, Andreas Müller, Daniel Trosch und Renato Lugarov wird in der bevorstehenden Saison einmal mehr nicht unwesentlich abhängen, ob die Mission Klassenerhalt in der Kreisliga wiederum gelingt.

Dasselbe Klassenziel gilt für unser Aushängeschild TVS 1 mit Roman Ulbrich, Matthias Heidenwag, Tayfun und Taylan Karaca sowie Roberto Fabian und Patrick Adam in der Bezirksklasse. Nicht zu vergessen unsere dritte Mannschaft, die mit Wolfram Sauer, Stephan Friedrich, Torsten Schulz, Eduard Lasowski und Gerd Emmel in der dritten Kreisklasse aufschlägt. Allen drei Teams toi, toi, toi für die neue Saison 2019/2020 – ganz speziell und persönlich natürlich auch unserem obersten Kassenwart und Finanzvorstand Achim Donner und den von ihm verantworteten Finanzen des Gesamtvereins!

Andreas Müller,
August 2019

 

 

 Chapeau, Hut ab, Bravo!

Von einer Fata Morgana und einem besonderen sportlichen Erlebnis in Schaafheim

Die gleich dreifache Respektbekundung ist nach der abgelaufenen Saison 2018/19für die Tischtennisspieler des TV Seckbach mehr als angezeigt. Allen voran für unsere erste Mannschaft!  Nur hauchzart verfehlte das Sextett, in der Bezirksklasse zunächst nur auf den Klassenerhalt bedacht, den Aufstieg in die Bezirksliga und somit den ganz großen Coup. Im ersten der in Schaafheim nahe Groß-Umstadt ausgetragenen Relegationsspiele unterlagen die Seckbacher Blau-Gelb Groß-Gerau nach epischem Match knappst möglich mit 7:9. Die anschließende 5:9 Niederlage gegen den haushohen Favoriten und Bezirksligisten Makkabi Frankfurt, der unter allen Umständ den Abstieg vermeiden wollte, war desgleichen höchst ehrenvoll und verdiente alle Achtung für den Underdog aus dem Frankfurter Osten.

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Vor allem unsere Spitzenleute Roman Ulbrich, Matthias Heidenwag und Tayfun Karaca stellten gegen bärenstarke Kontrahenten eindrucksvoll unter Beweis, dass diese Drei eine Liga höher mehr als konkurrenzfähig wären. Ebenso streckten sich beim Saison-Finale Patrick Adam – der sich gegen Groß-Gerau leider verletzte -, Taylan Karaca und Roberto Fabian sowie die Ersatzspieler Andreas Müller und Achim Donner nach Kräften. Doch am Ende fehlten vor den Augen der mitgereisten Fans aus der zweiten Mannschaft ein paar wenige Punkte zur ganz großen Überraschung.

Unterlegen, trotzdem stolz und mit erhobenen Häuptern

Trotz allem, geknickt, mit hängenden Köpfen oder gar verärgert verließ niemand der Seckbacher den Ort des Geschehens, sondern im Gegenteil erhobenen Hauptes wie vermutlich wie nur wenige von all den „Verlierer“ aus den anderen Relegationsgruppen, denen an diesem Tag die Tür zur Bezirksliga verwehrt blieb. Was bei den TVS-Akteuren nach mehr als sieben Stunden reiner Spielzeit überwog, war das Erlebnis, nach Ewigkeiten überhaupt  wieder einmal dabei gewesen zu sein bei diesem Event  in Hessens Tischtennis-Bezirk Süd, nicht zuletzt einiges von der Atmosphäre geschnuppert zu haben, die doch um mehrere Nuancen angespannter, emotionaler, hemmender oder motivierender, in jedem Fall aufregender war als in einem normalen Ligaspiel.

An den zehn Nebentischen, in den anderen Boxen, auf der Zuschauertribüne, überall in der Schaafheimer Halle und praktisch den ganzen Tag über war dieses spezielle Relegationsflair zu spüren und zu beobachten.  Ein Erlebnis eben, das dem Seckbach-Sextett in über die reguläre Saison hindurch wie ein Trugbild vorschwebte. Nach grandioser Vorrunde mit Händen zu greifen, nach unerwarteten Rückschlägen fast entschwunden, nach einer entscheidenden Niederlage am vorletzten Spieltag gegen Mitbewerber in Zeilsheim schier unerreichbar, nach einem famosen Sieg über den Klassen-Besten aus Hausen am letzten Spieltag glänzend wieder empor getaucht und signalisierend: Als Zweiter unserer Bezirksklasse-Gruppe dürfen wir an der Relegation teilnehmen! Kein Trugbild, keine Fata Morgana mehr, stattdessen erhoffte Wirklichkeit!

„Unter Wert“ als Gütesiegel

Über dem Glückwunsch an unser sportliches Aushängeschild zur prächtigen Figur in der 9.000-Seelen-Gemeinde Schaafheim sowie über die abgelaufene Spielzeit in Frankfurt hinweg sollen die Leistungen der anderen Teams freilich nicht vergessen werden. Die Platzierung etwa der zweiten Mannschaft, die mit zahlreichen Aushilfen für die Erste oft genug den eigenen Erfolg hintanstellte. Vor diesem Hintergrund ist Rang sechs in der Kreisliga für das Team mit Karsten Linke, Andreas Müller, Daniel Trosch, Achim Donner, Ivo Milic und Renato Lugarov weit mehr als eine souveräne Platzierung im Mittelfeld. Es ist angesichts steter Schwächungen eine Bilanz „unter Wert“, das Ergebnis einer Mannschaft, die – falls über längere Strecken komplett am Tisch – weitaus mehr an Potential mitbringt, als es das Abschluss-Klassement aussagt. Abgerundet wird dies sonnige Fazit von einem dritten Platz der dritten Mannschaft in der zweiten Kreisklasse – nur ein Pünktchen hinter dem Zweiten. Auch dies mit einem Bittertropfen, dieweil Stefan Friedrich und Wolfram Sauer, neben Tobias Cremer, Torsten Schulz, Eduard Lasowski und Gerd Emmel die Stammspieler, gewissermaßen pausenlos in der zweiten Mannschaft aushelfen mussten. Beide fehlten ihrem eigenen Team somit oft genug, ja, mitunter mussten wegen Personalmangels sogar Spiele abgesagt werden, so dass ebenfalls für die Dritte und ihren Saisonabschluss das Gütesiegel „unter Wert“ angemessen scheint.

Gut möglich, dass es noch weitere, treffendere Formeln gibt, die abgelaufene Spielzeit knapp zusammenzufassen. Bei einer großen Abteilungs-Grillparty im Juni oder August in Ivo Milic´ Garten wird reichlich Gelegenheit sein, darüber teamübergreifend zu debattieren und zugleich Weichen in Richtung 2019/20 zu stellen. Bei Rostbratwurst, Steaks und mineralhaltigen Getränken dürfte es teamübergreifend jedenfalls herzlich wenig bis gar nichts zu meckern geben – und stattdessen sehr viel zu begießen …

Andreas Müller
Mai 2019